Google erlaubt es Entwicklern ab dem 30. Juni, Nutzer auf externe Bezahlmethoden oder die eigene Website weiterzuleiten. Im Android-Developer-Blog legt das Unternehmen die neuen Konditionen dar, die zunächst für die USA, den Europäischen Wirtschaftsraum und das Vereinigte Königreich gelten.

Die grundsätzlichen Änderungen hatte Google im März 2026 angekündigt, am 24. Juni legte das Unternehmen die konkreten Konditionen vor. Die Servicegebühr beträgt 10 Prozent auf die ersten 1 Million US-Dollar Jahresumsatz und wird unabhängig vom gewählten Zahlsystem erhoben. Wer das Bezahlsystem von Google Play nutzt, zahlt zusätzlich eine Abrechnungsgebühr von 5 Prozent – bei Transaktionen über alternative Bezahlsysteme oder externe Website-Links entfällt sie.

Für Apps, die jährlich mehr als 1 Million US-Dollar einnehmen, liegen die Gebühren für neue In-App-Käufe bei Neuinstallationen bei 20 Prozent, für Abonnements weiterhin bei 10 Prozent.

Epic-Einigung steht aus

Hintergrund ist das Kartellverfahren, das Epic Games 2020 gegen Google eingereicht hatte und 2023 mit einer Jury-Entscheidung in allen Punkten zugunsten von Epic endete. Im November 2025 hatten sich Google und Epic auf weltweite Android-Änderungen geeinigt. Das zuständige Gericht hat die Einigung jedoch noch nicht bestätigt. Google setzt die Änderungen trotzdem bereits um.