Forschungseinrichtungen müssen sich aus Sicht deutscher Sicherheitsbehörden besser vor Wissenschaftsspionage für China schützen. „Da, wo wir in der Wirtschaft inzwischen stehen in Bezug auf die Sensibilisierung, stehen wir in der Forschung und Lehre nicht“, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Sinan Selen, bei einer Cybersicherheits-Konferenz in Potsdam. Aus den Warnungen der Sicherheitsbehörden angesichts von Ausspäh-Aktionen müssten die Hochschulen und Einrichtungen auch ihre Schlussfolgerungen ziehen.
Im Mai wurde bekannt, dass ein deutsches Ehepaar chinesischer Herkunft aus München verdächtigt wird, für einen chinesischen Geheimdienst Kontakte an deutsche Hochschulen geknüpft und deutsche Wissenschaftler unter falschen Vorwänden nach China gelockt zu haben.
Verfassungsschutz: Auch deutsche Forschung im Fokus Chinas
Zudem wird untersucht, ob am Saarbrücker Forschungszentrum für IT-Sicherheit Cispa sicherheitsrelevante Forschungsergebnisse an ausländische Stellen gelangt sind und ob dabei Rechtsverstöße begangen wurden. Vergangene Woche hatte das „Handelsblatt“ berichtet, es gebe eine bedenklich intensive Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus China, bei der sensible Daten und Know-how zu Themen wie KI und Cybersicherheit in die Volksrepublik abgeflossen sein könnten.












