East Rutherford (dpa) - Ecuadors Trainer Sebastián Beccacece ist vor dem finalen Gruppenspiel bei der Fußball-WM gegen Deutschland weiter fest von seinem Team überzeugt. Er gehe allerdings auch davon aus, dass er im Falle eines Scheiterns seinen Job verlieren dürfte, gab der 45-Jährige zu verstehen. Dann müsse er wohl einen Ort verlassen, den er liebe, sagte Beccacece.Den Südamerikanern droht in der Gruppe E das Aus. In der Heimat war die Kritik an Beccacece, der seit knapp zwei Jahren im Amt ist, zuletzt lauter geworden.„Ich glaube fest an meine Spieler“, sagte Beccacece vor der Partie gegen die DFB-Auswahl heute (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in East Rutherford. Die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann steht nach zwei Siegen in den ersten zwei Spielen bereits als Gruppensieger fest. Ecuador indes verlor mit 0:1 gegen die Elfenbeinküste und kam nicht über ein 0:0 gegen Curaçao hinaus.Nur mit dem Torabschluss unzufrieden„Ich muss nicht viel verändern“, erklärte der Coach seine Herangehensweise. Lediglich die Abschlussqualitäten seines Teams seien mangelhaft gewesen. Sicher sei Deutschland aber „eine starke Mannschaft“ und „ein anspruchsvoller Gegner“. Man wisse auch um die Historie des viermaligen Weltmeisters. Zigtausende ecuadorianische Fans werden zum Spiel in der imposanten Arena vor den Toren New Yorks erwartet. Er bedauere, dass er sie offenbar nicht erreicht habe, sagte der Argentinier. Er spüre das. Er müsse es akzeptieren. Bei seinen Spielern und den Menschen, die ihn wirklich kennen würden, sei das anders, meinte Beccacece. Er wirkte dennoch entschlossen. Man wolle gegen Deutschland „das Unmögliche möglich machen“, kündigte der Coach an.© dpa-infocom, dpa:260625-930-278345/1