PfadnavigationHomePolitikDeutschlandPersonaloffensiveBundeswehr verzeichnet deutlich mehr BewerbungenStand: 21:53 UhrLesedauer: 2 MinutenBis Ende 2027 will die Bundeswehr eine Brigade mit knapp 5000 Soldaten in Litauen stationieren. Nach Angaben von Litauens Verteidigungsminister Robertas Kaunas liegen die Vorbereitungen vor dem Zeitplan. Doch auf deutscher Seite bleibt ein Problem.Die Bundeswehr registriert deutlich mehr Zulauf: Bewerbungen und Neueinstellungen steigen deutlich, auch die neue Wehrerfassung erzielt hohe Rücklaufquoten.Seit dem Start des neuen Wehrdienstes Mitte Januar verzeichnet die Bundeswehr nach eigenen Angaben einen deutlichen Anstieg bei den Bewerbungen und Neueinstellungen. Im laufenden Jahr seien bislang rund 38.500 Bewerbungen eingegangen, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Das sei ein Plus von rund 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Neueinstellungen sei um 13 Prozent auf rund 11.000 gestiegen. Für den neuen Wehrdienst, bei dem sich Interessenten für bis zu zwei Jahre verpflichten können, gebe es aktuell rund 10.000 Einplanungen für 2026.Bereits im ersten Quartal des Jahres hatte die Bundeswehr ein Bewerberplus verzeichnet. Im März verkündete das Verteidigungsministerium ein Plus von 20 Prozent an Bewerbungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mit der Steigerung auf nun 24 Prozent wächst das Interesse also weiter. Lesen Sie auchAuch die neu eingeführte Wehrerfassung läuft nach Angaben des Ministeriums erfolgreich. Bis Mitte Juni seien rund 298.200 Anschreiben verschickt worden, davon gut die Hälfte an volljährig werdende Männer. Von diesen hätten rund 96 Prozent den verpflichtenden Fragebogen fristgerecht beantwortet. Bei den übrigen vier Prozent werde nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren geprüft. Mehr als jeder fünfte männliche Befragte habe Interesse an einem Dienst in den Streitkräften signalisiert. Personen anderen Geschlechts erhalten den Fragebogen ebenfalls, müssen ihn jedoch nicht ausfüllen. Hier lag die Rücklaufquote bei rund vier Prozent. Seit Jahresbeginn sucht die Bundeswehr aktiv mehr junge Menschen, die freiwillig Wehrdienst leisten. Hintergrund sind neue Nato-Vorgaben angesichts der erhöhten Bedrohung durch Russland. Demnach muss Deutschland bis 2035 im Krisen- und Kriegsfall rund 460.000 Soldaten bereitstellen können.Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will dafür die Personalstärke der Bundeswehr bis 2035 auf rund 260.000 aktive Soldaten erhöhen. Zudem soll die Zahl der einsatzbereiten Reservisten auf 200.000 steigen und damit mehr als verdoppelt werden.AFP/nw
Personaloffensive: Bundeswehr verzeichnet deutlich mehr Bewerbungen - WELT
Die Bundeswehr registriert deutlich mehr Zulauf: Bewerbungen und Neueinstellungen steigen deutlich, auch die neue Wehrerfassung erzielt hohe Rücklaufquoten.














