Sachsen-Anhalts Ministerpräsident und CDU-Landeschef Sven Schulze hat nach Berichten über einen mutmaßlichen Hitlergruß des AfD-Landesvorsitzenden Martin Reichardt scharfe Konsequenzen gefordert. „Ein Hitlergruß ist ein Bekenntnis, kein Ausrutscher. Wer so etwas zeigt, hat in einem Parlament nichts verloren“, sagte Schulze. Ulrich Siegmund müsse nun zeigen, „ob er Führung kann“. Schulze forderte Ausschluss und Rücktritt von Reichardt und des AfD-Landtagsabgeordneten Hans-Thomas Tillschneider.
Hintergrund sind Recherchen des Politico-Podcasts „Inside AfD“ und der Welt. Demnach soll ein bislang unveröffentlichtes Foto aus dem Juni 2020 zeigen, wie Reichardt auf dem Privatgrundstück eines Parteikollegen in Sachsen-Anhalt den linken Arm mit ausgestreckter Hand schräg nach oben reckt und lacht. Zwei Zeugen der Szene hätten „Inside AfD“ bestätigt, dass es sich um einen Hitlergruß gehandelt habe.
Reichardt bestreitet Hitlergruß-Vorwurf
Reichardt bestätigte gegenüber „Inside AfD“ nach Darstellung der Welt die Echtheit des Fotos. Er bestritt jedoch, dass es sich um einen Hitlergruß gehandelt habe. Vielmehr sei es ein „humoresker Ritterschlag“ für Markus Motschmann gewesen, der später parteiloser Direktkandidat der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt war. Der Vorgang habe damit zusammengehangen, dass Motschmann nicht in die Partei aufgenommen worden sei.







