Die Krise der deutschen Autoindustrie erreicht eine neue Stufe. Bei den Herstellern schrillen inzwischen auch intern die Alarmglocken. Mehrere Vorstandsmitglieder von VW stufen die Lage des Konzerns als existenzbedrohend ein. Auch Audi-Chef Gernot Döllner schlug vor wenigen Wochen in einer internen Mitteilung Alarm: „Es geht längst nicht mehr um ein einzelnes Modell oder um Marktanteile hier oder dort. Es geht um den Fortbestand der deutschen Automobilindustrie“, sagte er.„Wenn solche Warnsignale aus den Führungsetagen kommen, ist das kein normales Krisengeräusch mehr, sondern ein Hinweis darauf, dass das alte Erfolgsmodell sichtbar erodiert“, sagt Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA), auf Anfrage der Berliner Zeitung. Tatsächlich verschärft sich die Lage der Branche seit Monaten. Der Branchenverband VDA rechnet bis 2035 mit dem Verlust von insgesamt 225.000 Arbeitsplätzen in der deutschen Autoindustrie. Seit 2019 wäre damit rund jeder vierte Job in der Branche weggefallen. Handelt es sich lediglich um eine schmerzhafte Transformation – oder steht die deutsche Autoindustrie vor einem historischen Niedergang?
Die Auto-Krise ist längst in den Bilanzen angekommen







