Mahnmal für NS-Opfer der Zeugen Jehovas: Ein Baumstamm aus Bronze
Die Zeugen Jehovas lehnten Hitlers Regime und den Kriegsdienst ab. An ihre Verfolgung durch die Nazis erinnert nun ein Mahnmal im Berliner Tiergarten.
Künstler Leeck (links), Kulturstaatrsminister Weimer, Bundestagspräsidentin Klöckner und Uwe Neumärker von der Stiftung Denkmal
Christoph Soeder/dpa
Die Tarnung schien perfekt, am Goldfischteich mitten im Berliner Tiergarten. Seerosen schwammen auf dem stillen Gewässer, ein alter Baumbestand spendete Schatten auf den angrenzenden Wiesen. Wer mochte da Verdächtiges entdecken, wenn sich dort Damen und Herren auf Liegestühlen entspannten? Ernst Varduhn hieß der Liegestuhlverleiher, Jahrgang 1885, Weltkriegsveteran – und Ernster Bibelforscher, wie die Zeugen Jehovas in der NS-Zeit genannt wurden. Die christliche Gemeinschaft war seit 1933 verboten, denn die Nazis mochten nicht dulden, dass sie ihre Prinzipien befolgten, dass sie den Wehrdienst ebenso wie den „Hitler-Gruß“ verweigerten und anderen Verfolgten halfen.











