PfadnavigationHomePolitikDeutschlandAltkanzlerin bekommt Porträt„Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird“ – Merkel wird für Ahnengalerie gemaltVeröffentlicht am 24.06.2026Lesedauer: 2 MinutenAngela Merkel (CDU)Quelle: Kay Nietfeld/dpa„Da häng’ ich dann eben“: Angela Merkel versucht es mit Gleichmut zu nehmen. Ihr Porträt wird in der Ahnengalerie hängen, gemalt von einem 28-Jährigen.Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) hadert mit dem Gedanken, bald mit einem Porträt in der Ahnengalerie des Kanzleramts zu hängen. „Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird“, sagte die 71-Jährige der Wochenzeitung „Zeit“. Doch sie versuche, es mit Gleichmut zu nehmen: „Da häng’ ich dann eben.“Fünf Jahre nach dem Ende ihrer Kanzlerschaft hat Merkel sich für die sogenannte Ahnengalerie im Bundeskanzleramt malen lassen. Monatelang stand sie dafür Modell. Den Auftrag für das Porträt erhielt der bislang eher unbekannte 28 Jahre alte Künstler Jérémy Queyras. Seit dem Sommer 2025 traf er die ehemalige Bundeskanzlerin immer wieder und porträtierte sie in einem eigens dafür eingerichteten Atelier in Berlin. Die „Zeit“ hat diesen Prozess begleitet.Das Gemälde soll am kommenden Dienstag im Bode-Museum in Berlin vorgestellt werden. Vom 1. Juli bis zum 4. Oktober können Besucher das Bild dort sehen. Danach soll das Bild in die Ahnengalerie des Kanzleramts kommen, frühestens ab Oktober. Dort hängen die gemalten Porträts deutscher Bundeskanzler.Lesen Sie auchDer Künstler zog für das Porträt extra nach BerlinMerkel hatte bislang zu allen Spekulationen über ihr Porträt geschwiegen. Der „Zeit“ sagte sie nun, Queyras habe sich bereits 2022 informell bei ihr beworben, das Porträt malen zu dürfen. Erst im Juni 2025, nach einer ersten Begegnung, habe sie sich für den Maler entschieden.Queyras wuchs in Freiburg auf, studierte Kunst in London und Paris und zog für den Porträt-Auftrag nach Berlin. Neben der Malerei beschäftigt er sich auch mit der Rolle von KI in der Kunst und hat an zahlreichen Performances teilgenommen.Die Kanzlergalerie geht auf Helmut Schmidt zurück, der sie 1976 im damaligen Bonner Kanzleramt ins Leben rief. Seither versammelt sie die Porträts der früheren Bundeskanzler.AFP/coh