PfadnavigationHomePolitikDeutschlandGesetz zur Energieeffizienz„Relikt aus der Planwirtschaft“ – CDU-Wirtschaftsrat warnt vor „Energiedeckel“Stand: 07:41 UhrLesedauer: 2 MinutenEin Strommast bei SonnenaufgangQuelle: Silas Stein/dpaDer Wirtschaftsrat der CDU kritisiert das neue Energieeffizienz-Gesetz: Die Einhaltung eines „Energiedeckels“ könne laut Generalsekretär Steiger nur durch wirtschaftliche Schrumpfung erreicht werden. Das Bundeskabinett will den Entwurf an diesem Mittwoch beschließen.Unmittelbar vor dem geplanten Beschluss eines Gesetzes zur Energieeffizienz durch das Bundeskabinett hat der Wirtschaftsrat der CDU vor den Folgen des darin enthaltenen „Energiedeckels“ für die deutschen Unternehmen gewarnt. Das in dem Gesetzentwurf genannte Energie-Einsparziel „wäre nur mit einer Schrumpfung der deutschen Wirtschaft zu erreichen“, sagte Wirtschaftsrats-Generalsekretär Wolfgang Steiger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dies könne „gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation niemand ernsthaft wollen“.Der „Energiedeckel“ sei ein „Relikt aus der Planwirtschaft“ und müsse gestrichen werden, sagte Steiger. Ein starrer Zielwert sei „bei einem perspektivisch stetig zunehmenden Anteil grüner Energie ohnehin sinnlos“. Der Ausbau von Rechenzentren für stromintensive Anwendungen für Künstliche Intelligenz (KI) etwa brauche keinen Höchstwert, wenn diese Zentren mit grünem Strom betrieben würden. „Wenn Strom zunehmend aus CO₂-armen Quellen stammt, verliert eine starre Begrenzung des Energieverbrauchs ihre klimapolitische Rechtfertigung“, sagte Steiger.Lesen Sie auchDas Bundeskabinett will in seiner Sitzung am Mittwoch eine Gesetzesnovelle zur Energieeffizienz beschließen, das durch Abschwächung bisheriger Vorschriften die Wirtschaft entlasten soll. Der neue Gesetzentwurf führt nach Angaben des zuständigen Bundeswirtschaftsministeriums die Anforderungen des Energieeffizienz-Gesetzes für Unternehmen und den Staat auf das Maß zurück, das von den EU-Vorgaben gefordert wird. Unternehmen würden hierdurch erheblich von Bürokratiekosten entlastet, argumentiert das CDU-geführte Ministerium.Das Energieeffizienz-Gesetz, eingeführt durch die Ampel-Regierung 2023, sieht unter anderem vor, den Endenergieverbrauch in Deutschland bis 2045 um 45 Prozent gegenüber 2008 zu senken, bis 2030 um 26,5 Prozent. Erreicht sind bisher zwölf Prozent. Bis 2030 müssten noch etwa 16 Prozent des heutigen Endenergieverbrauchs verschwinden. Diesen „Energiedeckel“ kritisiert etwa auch die DIHK scharf, sie fordert die Abschaffung der Zielvorgaben für den Endenergieverbrauch.Reuters/ll
CDU-Wirtschaftsrat warnt vor „Energiedeckel“: „Relikt aus der Planwirtschaft“ - WELT
Der Wirtschaftsrat der CDU kritisiert das neue Energieeffizienz-Gesetz: Die Einhaltung eines „Energiedeckels“ könne laut Generalsekretär Steiger nur durch wirtschaftliche Schrumpfung erreicht werden. Das Bundeskabinett will den Entwurf an diesem Mittwoch beschließen.










