Stand: 24.06.2026 • 06:27 Uhr

Von heute an verhandelt das Landgericht Zweibrücken den gewaltsamen Tod des Zugbegleiters Serkan Çalar. Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen - aber auch künftig für mehr Sicherheit für das Bahnpersonal?

"Ich bin Boxer, ich bin ein Kämpfer!" Diese Worte passen nicht zur eher schmächtigen Gestalt des Mannes, der sich vor Zugbegleiter Serkan Çalar aufbaut und ihm dann dennoch gerade mal bis zum Kinn reicht. Montag, 2. Februar, 17:40 Uhr: Der Regionalexpress 4131 nach Koblenz fährt gerade in den Bahnhof Landstuhl ein, und eine Fahrkartenkontrolle nimmt einen tödlichen Verlauf.

Çalar, 36, arbeitet zu diesem Zeitpunkt seit 15 Jahren als Kundenbetreuer im Nahverkehr. "Wir mussten ihn immer wieder vom Krankenhaus abholen", erzählt sein Bruder Eray Çalar. Immer wieder gab es Übergriffe. "Wegen Prellungen oder Platzwunden. Oder von Gerichtsterminen, weil er als Zeuge gegen Fahrgäste aussagen musste." Trotzdem habe er seinen Job geliebt: "'Morgen wird es besser', hatte er immer die Hoffnung."

Mehr als acht Übergriffe auf Bahnpersonal jeden Tag