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1. Die große RentenharmonieMan reibt sich verwundert die Augen. Die Regierung verkündet eine Reform, die den Namen verdient und zerlegt sich weder auf dem Weg dahin noch danach. Und das bei einem für die SPD so sensiblen Thema wie der Rente!
Na gut, am Nachmittag murrte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig leise (lesen Sie hier). Und auch Verdi und der DGB übten Detailkritik, etwa daran, dass die Renten für langjährig und besonders langjährig Versicherte gestrichen werden sollen (hier mehr dazu). Aber ein Aufschrei ist das nicht, sondern eher Folklore. In erster Linie waren sich Bundeskanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin Bas ungewohnt einig.
Was war passiert? Die Regierung hatte, wie schon oft, eine Expertenkommission eingesetzt. Diese sollte die Rente für zukünftige Generationen sichern. Die Mitglieder schauten sich in Europa um und erblickten in Schweden ein innovatives Modell. Es investiert Teile der Beiträge am Aktienmarkt, senkt so die Beiträge und hebt das Rentenniveau. Die Expertinnen und Experten empfahlen der Regierung, das Modell weitgehend zu übernehmen (hier wird das Modell erklärt ).Anders als sonst, etwa im Fall der Klimakommission, schlug die Regierung diesmal die Empfehlung nicht in den Wind, sondern möchte sie umsetzen. Ob das in allen Details gelingt oder doch noch stärkerer Widerstand erwächst, wird sich zeigen.












