Der Kanzler Friedrich Merz selbst war es, der im Juni der geplanten Rentenreform eine herausragende Bedeutung zusprach. Die Empfehlungen der Rentenkommission seien von allergrößter Bedeutung für diese Gesellschaft, sagte er. Es ging darum und um seine Regierung, die seit ihrem Start nach ihrer Balance sucht. Der große Wurf in der Rentenpolitik sollte die Fähigkeit der Koalition unter seiner Führung unter Beweis stellen, schwierigste Reformen durchzusetzen. So kann es noch kommen, es ist bei einer Reform von diesem Ausmaß normal, dass es Widerstände gibt. Aber klar ist nun, kurz vor wichtigen Landtagswahlen im Osten, dass diese Reform nicht so geschmeidig auf den Weg gebracht wird, wie Merz es sich wünschen wird.Ihr Scheitern würde Merz mit hoher Wahrscheinlichkeit tiefer in die Krise stürzen. Das müsse auch den drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten klar gewesen sein, als sie pünktlich zum Urlaubsbeginn des Kanzlers einen Angriff auf wesentliche Elemente der Reform starteten, analysiert Daniel Brössler in seinem Text über die nun entstandene Debatte. Roland Preuß kommentiert: Ein Scheitern der Rentenreform würde auch die Ostdeutschen schwer treffen.Es ist jetzt einen Monat her, dass in Stade der Vater eines Kindes, das vom Jugendamt in Obhut genommen worden war, drei Mitarbeiter einer Mutter-Kind-Einrichtung und drei Mitarbeiter des Jugendamts erschossen hat. Die Tat offenbarte, wie gefährlich der Alltag oft für jene ist, die sich für den Schutz von Kindern einsetzen. Kathrin Aldenhoff berichtet in ihrer Reportage von einem Tag im Kinderschutzhaus in München, wo sie genau wissen, welche Wut Väter und Mütter entwickeln können: Wenn Eltern austicken.Zum Abschluss möchte ich Ihnen das Porträt von Laurent Peyrondet, dem Bürgermeister der Stadt Lacanau, empfehlen, der sich nicht um den Dienstweg scherte, als seine Stadt von den Waldbränden bedroht war, und so zu ihrem Retter wurde. Wie er das gemacht hat, lesen Sie im Text von Nils Minkmar.Mehr zum ThemaLiveblog zur Bundespolitik: Unionsfraktionschef sieht keinen Verhandlungsspielraum bei FrühverrentungWas heute wichtig istEvakuierungen wegen schlimmer Brände westlich von Athen. In Griechenland heizt der Wind immer wieder neue Glutnester an. Hunderte Häuser sind zerstört. Wegen fahrlässiger Brandstiftung wurden landesweit 13 Menschen festgenommen. Zum ArtikelLiveblog zur Hitzewelle: Erneut Hitze bis zu 38 Grad möglich – dazu UnwettergefahrArbeit an der Basis: „Omas for Future“ kämpfen für den KlimaschutzTrump: Gespräche mit Iran laufen – Teheran dementiert. Der US-Präsident behauptet, es gebe eine Annäherung mit der iranischen Führung. Von dort kommt umgehend ein Dementi. Wenig später wird in der Straße von Hormus erneut ein Frachter angegriffen. Zum Liveblog zum Krieg in NahostCybersicherheit: Hat Iran US-Wasserwerke angegriffen?Mehr als 6000 Tote nach Erdbeben in Venezuela im Juni. Vor fünf Wochen erschütterten zwei schwere Erdbeben das lateinamerikanische Land. Tausende Menschen starben in den Trümmern. Viele weitere werden noch vermisst. Zum ArtikelVon Demokraten regierte Bundesstaaten klagen gegen neue Trump-Zölle. Der Supreme Court kassierte die meisten von Trumps globalen Zöllen, doch der US-Präsident ließ nicht locker und verhängte jüngst neue Abgaben. Dagegen ziehen nun Dutzende US-Bundesstaaten vor Gericht. Zum Liveblog zur US-PolitikWeitere wichtige ThemenKünstliche Intelligenz: KI-Datenfirma Palantir mit mehr als 90 Prozent UmsatzplusBerlin: Ex-Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye ist totKriminalität: Vier Verletzte bei Schüssen in KölnDie Fachbriefings von SZ Dossier – mit SZ Pro-AboNeue Allianz will offene Werkzeuge für KI-Sicherheit. Mehrere Techunternehmen haben eine neue Initiative für KI-Sicherheit gegründet. Experten begrüßen den Vorstoß, sehen aber auch wirtschaftliche Eigeninteressen. Auch wichtig: Tausende von der NIS-2-Regulierung betroffene Unternehmen haben sich noch nicht bei der Cyberbehörde BSI registriert. Zum BriefingBosch macht Indien zum KI-Schlüsselstandort. Das Technologieunternehmen schafft mehr Resilienz in der KI-Entwicklung, indem es sie auf viele Standorte verteilt – und dabei einen Schwerpunkt in Bangalore setzt. Dort entstehen Anwendungen für smarte Autos und Fabriken, die global eingesetzt werden. Das verringert die Abhängigkeit von den USA und China. Zum Briefing