Iran: Werden IAEA-Inspektoren nicht in beschädigte Atomanlagen lassenDer Iran hat nach Angaben des Regierung in Teheran nicht vor, Inspektoren der internationalen Atomenergiebehörde IAEA in die während des Krieges beschädigten Atomanlagen zu lassen. Es gebe keine solchen Pläne, sagt der Sprecher des Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Es gebe auch kein Protokoll für derartige Inspektionen. Es habe kein Treffen mit IAEA-Chef Rafael Grossi in der Schweiz gegeben, fügt er hinzu. Der Iran werde jedoch seine Verpflichtungen als Mitglied des Atomwaffensperrvertrags und im Rahmen seines Sicherheitsabkommens mit der IAEA weiterhin erfüllen.Iran meldet mehr als 3.500 KriegstoteIm Iran sind im Zuge der Angriffe der USA und Israels nach Angaben der Justiz 3.519 Menschen getötet worden. Dabei handele es sich um neueste Zahlen der Gerichtsmedizin, sagte Justizsprecher Asghar Dschahangir der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna am Montag. Einen konkreten Zeitrahmen nannte Dschahangir nicht. Mitte April hatte die iranische Gerichtsmedizin bereits als endgültig bezeichnete, etwas niedrigere Zahlen (3.375) veröffentlicht. Damals hieß es, unter den Toten seien 496 Frauen sowie 383 Kinder und Minderjährige. Den neuen Angaben nach wurden 517 Frauen getötet, Zahlen zu Kindern und Minderjährigen wurden nicht mitgeteilt. Im April hieß es, die meisten Opfer habe es in der Hauptstadt Teheran, in der Stadt Isfahan im Zentrum des Landes sowie in der Küstenprovinz Hormusgan gegeben. Die tatsächliche Zahl der Toten könnte deutlich höher liegenUS-Energieminister: Ölverkehr wie vor dem Krieg – Daten widersprechenDer Ölverkehr durch die Straße von Hormus ist nach Angaben von US-Energieminister Chris Wright wieder auf Vorkriegsniveau – Datenanalysen widersprechen dieser Darstellung allerdings. Als US-Präsident Donald Trump erklärte, aus der Straße von Hormus „fließe viel Öl heraus“, sagte Wright, Öl und Erdgas würden dort auf „Vorkrisenniveau“ transportiert. „Wir können sogar darüber hinausgehen, und wir werden darüber hinausgehen“, fügte Wright hinzu. Trump behauptete anschließend, es habe vor zwei Tagen einen Rekord beim Öltransport durch die Meerenge gegeben.Keine dieser Aussagen trifft nach Angaben der Daten- und Analysefirma Kpler zu. Irans Chefunterhändler: Straße von Hormus unter iranischer KontrolleDer iranische Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf hat die iranische Kontrolle über die Straße von Hormus bekräftigt. Nach dem Ende der ersten Gesprächsrunde über ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs äußerte sich Ghalibaf gegenüber iranischen Staatsmedien auf dem Rückflug aus der Schweiz. Er betonte, dass die Meerenge von Iran verwaltet werde und dabei internationalen Gesetzen folgen solle. „Hoffentlich können wir die Passage wieder aktivieren und den Wohlstand für die regionale und globale Wirtschaft zurückbringen“, sagte er.Zudem bestätigte Ghalibaf, dass bei den Gesprächen mit den USA auch die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte sowie der Verkauf iranischen Öls thematisiert worden seien.Israelische Führung: Keine Kompromisse bei Sicherheitszone im SüdlibanonIsrael will die Sicherheitszone im Südlibanon nach Angaben von Regierung und Militär aufrechterhalten. Die Armee werde weiterhin vorgehen, um Bedrohungen für israelische Soldaten und Bürger zu „neutralisieren“ und die Infrastruktur von Extremisten zu zerstören, teilen der israelische Ministerpräsident, der Verteidigungsminister und der Armeechef in einer gemeinsamen Erklärung nach einer Sicherheitsberatung mit. Die Sicherheit der israelischen Bürger und der Streitkräfte werde „ohne Kompromisse ihr leitendes Prinzip bleiben“, heißt es in der Mitteilung weiter.Trump kritisiert vor Rutte-Besuch europäische Nato-PartnerKurz vor einem Besuch von Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Washington hat US-Präsident Donald Trump mehreren europäischen Verbündeten erneut mangelnde Unterstützung vorgeworfen. Die USA hätten über Jahre enorme Summen für den Schutz Europas ausgegeben, sagte Trump im Weißen Haus. Als Washington selbst Hilfe erbeten habe gegen den Iran, seien wichtige Partner jedoch nicht für die Vereinigten Staaten da gewesen.Trump nannte dabei Großbritannien, Deutschland und Italien. „Wir haben sie gebeten zu kommen, und sie waren nicht für uns da“, sagte er. Konkreter wurde er dabei nicht. US-Regierungsvertreter hatten Nato-Verbündeten bereits zuvor mehrfach vorgeworfen, die USA im Krieg gegen den Iran nicht ausreichend unterstützt zu haben. Trump: Respekt entscheidend für Lösung im Iran-KriegUS-Präsident Donald Trump hat die Fortschritte in den Verhandlungen mit dem Iran mit dem Ziel einer Beendigung des Krieges hervorgehoben und dabei auf die Bedeutung gegenseitigen Respekts verwiesen. „Solange sie uns respektieren - ich möchte nicht das Wort Angst verwenden, weil das unpassend ist -, solange sie uns respektieren, werden wir keine Probleme haben“, sagte Trump am Montag (Ortszeit) im Oval Office. Er äußerte sich im Zusammenhang mit den Gesprächen zwischen US-Vertretern und iranischen Unterhändlern in der Schweiz.Die Gespräche unter Leitung von US-Vizepräsident JD Vance sollen eine Grundlage für eine mögliche endgültige Einigung zur Beendigung des Konflikts schaffen. Dabei ging es unter anderem um die Offenhaltung der strategisch wichtigen Straße von Hormus sowie um die Lage im Südlibanon.Datenanalyse: Schiffe verkehren in Straße von HormusIm Verlauf des Wochenendes haben Dutzende Schiffe die Straße von Hormus durchquert. Wie aus Aufzeichnungen des Datenanalyseunternehmens Kpler hervorgeht, wurden 71 Durchfahrten in der strategisch wichtigen Meerenge bestätigt, über die vor dem Iran-Krieg etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls verschifft wurde. Allein 35 Durchfahrten zählte das Unternehmen am Samstag. Vor dem Krieg passierten durchschnittlich zwischen 100 und 130 Schiffe die Meerenge pro Tag.Die wichtigste Route dort ist weiterhin nicht für den Verkehr freigegeben und gilt als vermint. Aktuell nutzen Schiffe eine Route weiter nördlich, die durch iranische Gewässer verläuft, sowie eine Südroute durch Gewässer des Omans.Iran: Freigabe von 12 Mrd Dollar iranischer Guthaben unterschriebenDer Iran erklärt, bei den jüngsten Gesprächen in der Schweiz seien die Unterschriften gesetzt worden unter die Vereinbarung, zwölf Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Guthaben freizugeben. Zudem hätten beide Seiten sich geeinigt, einen Kommunikationsweg für Schiffsdurchfahrten in der Straße von Hormus zu etablieren, um einen Konflikt zu vermeiden.Iran: Keine Verhandlungen über Atomprogramm bei Treffen mit USADer Iran verhandelt nach eigenen Angaben bei den Gesprächen mit den USA in der Schweiz nicht über sein Atomprogramm. Zudem gehe die Islamische Republik auch keine neuen Verpflichtungen ein, meldet die staatliche Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf das Außenministerium in Teheran. Die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) werde im Rahmen der bestehenden Verfahren fortgesetzt, heißt es weiter. Dies stehe jedoch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des iranischen Parlaments und der Entscheidungen des Obersten Nationalen.Mehrere Tote nach Explosion an Gasanlage in KatarBei einer Explosion und einem anschließenden Brand an der Gasanlage Ras Laffan in Katar sind nach Angaben der Regierung 13 Arbeiter ums Leben gekommen. Außerdem seien 66 Menschen verletzt worden, teilte Energiestaatsminister Saad al-Kaabi bei einer Pressekonferenz mit. Bei den Todesopfern handle es sich um Staatsangehörige aus Indien und Pakistan. Unter den Verletzten befinden sich demnach auch Katarer. Al-Kaabi betonte, bei dem Vorfall habe es sich um einen Unfall gehandelt. Hinweise auf Sabotage oder eine feindliche Handlung gebe es nicht. Der Brand und die Explosion hätten sich am Vorabend gegen 22.30 Uhr Ortszeit ereignet. Rubio wirbt am Golf für Iran-Abkommen – Golfstaaten sehen Abkommen kritischUS-Außenminister Marco Rubio reist in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), nach Kuwait und Bahrain, um bei den Verbündeten für das vorläufige Iran-Abkommen der Regierung in Washington zu werben. In Bahrain trifft er zudem Vertreter des Golf-Kooperationsrates, teilt sein Ministerium mit. Erläutert würden insbesondere die Bemühungen, eine freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu sichern, sagt ein Sprecher. Mehrere Golfstaaten sehen die von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Absichtserklärung kritisch, da sie unter anderem einen 300 Milliarden Dollar schweren Wiederaufbaufonds für die Regierung in Teheran vorsieht und das iranische Raketenprogramm ausklammert.USA erlauben Verkauf von iranischem ÖlDas US-Finanzministerium erteilt eine vorübergehende Generallizenz für iranische Ölprodukte. Diese beinhalte die Produktion, die Lieferung und den Verkauf von Rohöl sowie petrochemischen Produkten und Erdölprodukten iranischen Ursprungs bis zum 21. August, teilt das Ministerium mit. Die Genehmigung umfasse auch den Import dieser Produkte in die USA.In der Absichtserklärung, die vergangene Woche von den beiden Regierungen unterzeichnet wurde, stimmten die USA Ausnahmeregelungen für den Export von iranischem Rohöl sowie zu. Dies gilt auch für damit verbundene Dienstleistungen wie Bankgeschäfte, Versicherungen und Transporte. Transaktionen mit Nordkorea oder Kuba sind von der Lizenz ausgeschlossen. (Archivfoto) Die Flaggen des Iran und der nationalen iranischen Ölgesellschaft (NIOC) wehen auf einem Gasfeld in Assalouyeh dpaTanker-Verkehr durch Straße von Hormus zieht anNach einer Flaute am Sonntag hat sich der Verkehr von Öltankern durch die Straße von Hormus leicht belebt. Zwei Rohöltanker mit knapp zwei Millionen Barrel Öl an Bord durchfuhren die Meerenge, wie aus Daten von Schiffsverfolgungsdiensten hervorgeht. Zudem fuhren zwei Supertanker, die zusammen bis zu vier Millionen Barrel Rohöl transportieren können, durch die Meerenge in den Golf. Eines der Schiffe gab den irakischen Hafen Basra als Ziel an, wie aus separaten Schiffsverfolgungsdaten und einer Analyse von Kpler hervorgeht. Der Verkehr macht jedoch nur einen Bruchteil der durchschnittlich 125 Schiffspassagen pro Tag vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar aus. Der Iran hatte die Passage der Straße von Hormus vor seiner Küste als Reaktion darauf blockiert.Vance nennt Iran-Gespräche gute Grundlage für AbkommenUS-Vizepräsident JD Vance hat die Gespräche mit dem Iran als gute Grundlage für ein erfolgreiches Abkommen zur Beendigung des Kriegs mit dem Iran bezeichnet. „Wir haben das Haus noch nicht gebaut, aber wir haben ein erfolgreiches Fundament geschaffen, um für das amerikanische Volk ein gutes Ergebnis zu erzielen“, sagte Vance am Montag. Er und der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Kalibaf beendeten am Montag eine erste Gesprächsrunde. Der Vizepräsident deutete zudem an, dass die US-Regierung der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte zustimmen könnte, sofern die Mittel für den Kauf von amerikanischem Soja, Mais und Weizen verwendet würden. Er sagte, der US-Unterhändler Jared Kushner, der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, habe diese Idee gemeinsam mit Vertretern aus Katar entwickelt. Katar würde Vance zufolge bei diesem Verfahren ein Mitspracherecht haben. Das Geld, das durch die Aufhebung von Sanktionen verfügbar werde, komme so dem Wohl des iranischen Volkes zugute.Vance: Iran will Atominspektionen zulassenIn den Verhandlungen mit den USA hat der Iran nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance zugestimmt, wieder Atominspektionen zuzulassen. Die Regierung in Teheran habe zudem eingewilligt, Mechanismen für die Verwaltung eingefrorener Vermögenswerte und die Einhaltung von Waffenruhen zu schaffen, erklärt Vance nach den Beratungen in der Schweiz. Er nennt zudem einen Mechanismus, um die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus offen zu halten. Die technischen Gespräche sollen in den kommenden Tagen und Wochen fortgesetzt werden. Die Verhandlungen über die Atominspektionen könnten bereits in dieser Woche beginnen, sagt Vance.Libanons Präsident berät mit US-Vizepräsident Vance über WaffenruheLibanons Präsident Joseph Aoun hat nach offiziellen Angaben mit US-Vizepräsident JD Vance über die Aufrechterhaltung der brüchigen Waffenruhe beraten. An dem Telefonat hätten auch der US-Gesandte Jared Kushner und der katarische Ministerpräsident Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani teilgenommen, teilt das libanesische Präsidialamt mit.Eine Feuerpause zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon und dem US-Verbündeten Israel ist zentral für einen Friedensschluss zwischen dem Iran und den USA. Am Wochenende kam es aber trotz der offiziellen Waffenruhe wieder zu Gefechten. Katar vermittelt in dem Konflikt.Irans Außenminister sieht „wesentliche Fortschritte“ nach GesprächenNach einem holprigen Start wollen Unterhändler aus den USA und dem Iran ihre Verhandlungen für ein dauerhaftes Kriegsende am Montag fortsetzen. Die Vermittler Katar und Pakistan würdigten „ermutigende Fortschritte“ bei den Gesprächen in der Schweiz. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi lobte Pakistan und Katar für ihre Vermittlung bei den Gesprächen in der Schweiz. Araghtschi erklärte auf der Plattform X, es seien wesentliche Fortschritte erzielt worden. Zuvor hatten Pakistan, Katar und der Iran das Ende der ersten Runde hochrangiger Gespräche bestätigt.Iranische Rohölexporte über die Straße von Hormus steigen anDer Iran hat die Menge an Rohöl, die offen durch die Straße von Hormus transportiert wird, auf den höchsten Stand seit Kriegsbeginn erhöht. Der Schiffsverkehr in der Region nimmt wieder zu während Teheran und Washington auf ein dauerhaftes Friedensabkommen hinarbeiten.Rund sechs Millionen Barrel iranisches Rohöl befinden sich an Bord von drei von den USA mit Sanktionen belegten Supertankern – „Elva“, „Virgo“ und „Vigor“ –, die am frühen Montag in die Meerenge einfuhren, wie Daten von Schiffsverfolgungsdiensten zeigen. Alle drei Schiffe geben an, dass sie in die Gewässer vor Singapur fahren, wo iranisches Rohöl bekanntermaßen auf Schiffe umgeladen wird, die diese Barrel häufig an Raffinerien in China liefern.Die Supertanker sind Teil einer allgemeinen Zunahme des Verkehrs in beide Richtungen durch die Meerenge. Diese ist eine wichtige Verbindung zwischen den energiereichen Produzenten am Persischen Golf und den globalen Märkten für Öl und Erdgas. Vor Ausbruch des Krieges Ende Februar floss etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases durch die schmale Wasserstraße. Katar meldet Explosion bei Neustart von LNG-AnlageBei einem Zwischenfall während der Wiederinbetriebnahme des Industriekomplexes Ras Laffan ist es in Katar zu einer Explosion gekommen, bei der 13 Menschen starben und Dutzende weitere Menschen verletzt wurden. Nach Angaben des Betreibers QatarEnergy trafen eine Explosion und ein Brand am Sonntag die lokale Gasversorgungsanlage Barzan. Das Innenministerium Katars teilte auf X mit, dass 54 Menschen bei der Explosion verletzt wurden, zudem werden 18 Personen vermisst.Das Gaswerk Barzan versorgt die heimische Industrie und die Stromerzeugung. Ob die Produktion von Flüssigerdgas (LNG) beeinträchtigt wird, ist unklar. Katar, vor dem Krieg der zweitgrößte LNG-Exporteur der Welt, hatte die Produktion des tiefgekühlten Brennstoffs zu Beginn des Konflikts zwischen den USA und dem Iran eingestellt.Vermittler: Iran-Gespräche gehen auf Arbeitsebene weiterNach dem Auftakt der Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz auf der Ebene der Verhandlungsführer soll es unmittelbar im Anschluss weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Ziel sei es, wie im Rahmenabkommen vorgesehen innerhalb von 60 Tagen ein „finales Abkommen“ zu erreichen, hieß es in der Nacht in einer gemeinsamen Erklärung der Vermittler Katar und Pakistan. Es werde unter anderem Arbeitsgruppen zu Irans Atomprogramm und den westlichen Sanktionen geben. Zudem sei ein Gesprächskanal zwischen den Kriegsparteien eingerichtet worden, um Missverständnisse oder Zwischenfälle in der Straße von Hormus zu vermeiden, hieß es weiter. Zudem sei ein Forum geschaffen worden, um für die Einhaltung der Waffenruhe auch im Libanon zu sorgen. Die technischen Gespräche zur Umsetzung der Vereinbarungen sollen demnach den Rest der Woche im schweizerischen Luxusresort Bürgenstock fortgesetzt werden, hieß es in der von Katar auf der Plattform X verbreiteten Erklärung weiter.Iran: Einigung auf Mechanismus für Schifffahrt in Straße von HormusBei den von Katar und Pakistan vermittelten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz gibt es nach iranischen Angaben gute Fortschritte. Unter anderem sei ein Mechanismus für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus vereinbart worden, teilt das Außenministerium in Teheran mit. Die Arbeit der Verhandlungsdelegation sei nach 18 Stunden abgeschlossen, die technischen Teams setzten ihre Arbeit jedoch fort. Die Vermittler Katar und Pakistan würden ein Dokument mit den vereinbarten Eckpunkten veröffentlichen. Damit sei der Grundstein für Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen gelegt. Auch bei der Umsetzung der Verpflichtungen der Gegenseite gebe es Fortschritte, berichten staatliche iranische Medien übereinstimmend.Schiffsverkehr in Straße von Hormus bricht nach Iran-Blockade wieder einDer Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ist Schifffahrtsdaten zufolge nach der erneuten Blockade-Erklärung des Iran drastisch eingebrochen. Lediglich fünf Schiffe durchquerten die Meerenge am Sonntag, verglichen mit 26 am Vortag, wie aus Daten der Analysefirma Kpler hervorgeht. Das US-Militär teilt hingegen mit, dass weiterhin Handelsschiffe in dem Gebiet verkehren.Berichte: Protest der iranischen Delegation nach Trump-DrohungenNach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim hat die iranische Delegation in Bürgenstock Protest gegen die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump eingelegt. Dem englischsprachigen Staatssender Press TV zufolge prüfe die iranische Abordnung nun eine angemessene Reaktion darauf. Laut Tasnim gelten auch Drohungen im Rahmen des Abkommens zwischen den USA und dem Iran als Verstoß, der Teheran zu einer Reaktion berechtigt. Tatsächlich verpflichten sich beide in der Vereinbarung, auf Angriffe und Drohungen zu verzichten. Kurz darauf berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna, das Treffen zwischen dem Iran, der USA, Pakistan und Katar sei nach 80 Minuten für interne Beratungen unterbrochen worden. Vertreter der iranischen Delegation haben sich dazu bislang nicht offiziell geäußert. US-Regierung widerspricht iranischem Militär zu Straße von HormusDie US-Regierung hat die Angaben des iranischen Militärs zu einer erneuten Blockade der Straße von Hormus als falsch zurückgewiesen. In den vergangenen 24 Stunden hätten 67 Schiffe die Meerenge passiert, sagte Energieminister Chris Wright dem Sender Fox News. Was den Transport von Öl und Ölprodukten angeht, entspreche dies in etwa dem Verkehrsaufkommen vor Kriegsbeginn.Wright räumte ein, manche Reeder hätten immer noch Bedenken, die Meerenge wieder zu nutzen. Der Iran habe im zentralen Teil der Wasserstraße verlegte Minen auch noch nicht geräumt. Die USA hätten jedoch eine Route im Süden der Meerenge geöffnet und eskortierten Schiffe, die diese nutzen.In einer am Donnerstag unterzeichneten Rahmenvereinbarung sagten beide Seiten zu, die Blockaden aufzuheben. Doch am Samstag erklärte das gemeinsame Militärkommando des Iran, die Meerenge werde wegen der israelischen Angriffe auf die mit dem Iran verbündete Hisbollahmiliz im Libanon erneut gesperrt. Das US-Militär widersprach und kündigte an, sicherzustellen, dass der Schiffsverkehr durch die Meerenge ungehindert fließt.Dieser Liveblog ist zuerst beim „Handelsblatt“ erschienen.