PfadnavigationHomePolitikDeutschlandArtikeltyp:LivetickerRente„Es muss sich kein Bürger Sorgen machen“, sagt Merz – SPD glaubt nicht an 1:1-Umsetzung der PläneStand: 09:20 UhrHeute übergibt die Rentenkommission ihre Empfehlungen an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD). Danach will das Gremium der Öffentlichkeit die Vorschläge erläutern.Heute ist der Tag der Rente: Die Reformvorschläge der Kommission werden an die Bundesregierung übergeben. Bei der Vorstellung der Rentenvorschläge wählt der Bundeskanzler viel Pathos. Alle Renten-News im Liveticker.Nach der Rentenkommission ist jetzt die Bundesregierung am Zug. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) nehmen die 33 Empfehlungen des Expertengremiums am Vormittag im Kanzleramt entgegen und äußern sich dazu. Gegenwind kommt schon aus diversen Richtungen.Verfolgen Sie alle Entwicklungen zur Rentenreform im Liveticker:09:16 Uhr – Dienstag, 23. Juni„Es muss sich kein Bürger Sorgen machen“, sagt MerzMerz weiter: „Das Paket erfüllt zwei Ziele: Die Rente bleibt sicher und die Lasten werden gerecht verteilt. Wir wissen schon lange, dass sich das Zahlenverhältnis zwischen den Generationen verschiebt. „Immer weniger Beitragszahler müssen die Renten für immer mehr Rentner aufbringen.“ Diese Reform zeige: „Wir werden in Zukunft nicht mehr Jahr für Jahr um Beitragszahlen streiten.“ Die gesetzliche Rente bleibe die wichtigste Säule im System. „Es muss sich kein Bürger Sorgen machen. Der soziale Ausgleich bleibt bestehen.“09:07 Uhr – Dienstag, 23. JuniSPD glaubt nicht an 1:1-Umsetzung der RentenvorschlägeAuf den Rentenvorschlägen lässt sich nach Ansicht der SPD gut aufbauen. Der erwartete Gesamtentwurf der Kommission sei „eine sehr gute Grundlage“ für die Diskussion innerhalb der Koalition, sagte SPD-Fraktionsvize Dagmar Schmidt im Deutschlandfunk. Sie glaube jedoch nicht, dass der Vorschlag keine Interpretationsspielräume haben werde und die bisher bekannt gewordenen Vorschläge so eins zu eins in der Gesetzesvorlage stehen würden. Dass man das große Ganze infrage stellen werde, glaube sie aber nicht.09:14 Uhr – Dienstag, 23. JuniMerz: „Sie kehren den Trend um“Merz wählt bei seiner Wortwahl viel Pathos: „Es geht um nicht weniger als um eine weitreichende Entscheidung. Denn Sie kehren den Trend um. Ohne die Reform würde unweigerlich das Rentenniveau sinken.“09:13 Uhr – Dienstag, 23. JuniJetzt geht es los – die Pressekonferenz startetKanzler Merz und SPD-Chefin Bärbel Bas treten vor die Presse. Zum Auftakt sagt der Kanzler: „Die Kommission hat ein ausgewogenes Paket mit insegsamt 33 Einzelmaßnahmen vorgeschlagen“08:57 Uhr – Dienstag, 23. JuniSo erklärte Bas die neue Renten-SäuleZur Erinnerung: Bas erklärte am Wochenende die neue Kapitaldeckung in der gesetzlichen Rente. „Politico“-Redakteur Rasmus Buchsteiner fasste den Tenor ihres Vortrags wie folgt zusammen: „Sie müssen sich um nichts kümmern, wenn Sie gesetztlich versichert sind.“08:53 Uhr – Dienstag, 23. JuniBabyboomer in Rente hinterlassen Riesen-Lücke im ArbeitsmarktMit dem Ausscheiden der Babyboomer verliert der deutsche Arbeitsmarkt bis 2040 rund 30,0 Prozent der heutigen Erwerbspersonen. Laut Statistischem Bundesamt werden innerhalb von 15 Jahren die zahlenmäßig stärksten Jahrgänge in den Ruhestand gegangen sein. Bis 2040 werden demnach rund 13,3 Millionen Erwerbspersonen das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschritten haben. Das entspricht 30,0 Prozent aller Erwerbspersonen, die dem Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr zur Verfügung standen.08:16 Uhr – Dienstag, 23. Juni770 Euro mehr dank KapitalrenteDie Rentenkommission erhofft sich von ihrem Vorschlag einer Kapitalrente langfristig ein deutliches Rentenplus für die Versicherten. „Laut unseren Vorausberechnungen könnte der sogenannte Eckrentner im Mittel nach 20 Jahren Ansparzeitraum in der Kapitalrente auf 150 Euro mehr Rente monatlich kommen, nach 45 Jahren sogar auf über 770 Euro mehr“, sagte Kommissionsmitglied Tabea Bucher-Koenen dem „Spiegel“. Sie ist Leiterin des Forschungsbereichs Altersvorsorge und nachhaltige Finanzmärkte an der Universität Mannheim. Bei den Werten handelt es sich dem Bericht zufolge um sogenannte Realwerte, bezogen auf das Preisniveau des Jahres 2026. Der sogenannte Eckrentner ist eine Bezugsgröße in Rentendebatten: Darunter wird ein fiktiver Rentner verstanden, der 45 Jahre gearbeitet und immer genau das Durchschnittseinkommen verdient hat. Seine Bruttorente liegt nach der im Juli wirksamen Rentenerhöhung bei 1.913,40 Euro. 07:55 Uhr – Dienstag, 23. JuniGrimm für Abschaffung der MinijobsWirtschaftsweise Veronika Grimm begrüßt den Vorschlag, Minijobs weitgehend abzuschaffen. „Dies würde vor allem die Arbeitsanreize für Geringverdiener massiv erhöhen“, sagte sie der „Rheinischen Post“.Weiter meinte Grimm, es sei richtig, „die Beamten nicht in die gesetzliche Rentenversicherung zu integrieren. Es würde, wie die Kommission richtigerweise anmerkt, nichts bringen – außer einen enormen Aufwand.“Veronika GrimmQuelle: picture alliance/ABBfoto/-07:52 Uhr – Dienstag, 23. Juni6000 Euro dank neuer ZusatzrenteDie Zusatzrente aus Kapitalanlagen ist laut Versicherungslobby GDV ein wichtiger Baustein, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. „Ein heute 30-jähriger Versicherter mit durchschnittlichem Einkommen, der ab 2027 entsprechend den Kommissionsvorschlägen kapitalgedeckt in der gesetzlichen Rente vorsorgt, könnte bis zum Renteneintritt rund 181.000 Euro Versorgungskapital aufbauen“, sagte der stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführer Moritz Schumann. „Sein erster Jahresbeitrag im Jahr 2027 läge bei knapp 1050 Euro. Daraus könnten bei vorsichtiger Rechnung etwa 6050 Euro Jahresrente brutto entstehen.“07:47 Uhr – Dienstag, 23. JuniMerz und Bas sind jetzt am Renten-ZugHeute ist Tag der Rente: Die Kommission der Bundesregierung übergibt um 9 Uhr ihre Vorschläge für eine Reform der Alterssicherung an Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Danach wird es um 9.15 Uhr eine Pressekonferenz geben.Vorab waren schon einige Vorschläge bekannt geworden – unter anderem die Abschaffung der „Rente mit 63“, eine Koppelung des Rentenalters an die Lebenserwartung und eine verpflichtende, kapitalgedeckte Zusatzrente.mit dpa/AFP/Reuters/AP