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Bei meinem ersten Kind besaß ich eine dieser Matratzen mit Bewegungsmelder. Ich war 28 Jahre alt und die Schwestern im Krankenhaus hatten mir vom plötzlichen Kindstod erzählt. Von da an war ich panisch vor Sorge. Ich googelte alles, was ich zu dem Thema finden konnte. Und weil Angst Konsum fördert, landete ich bei einer Schlafunterlage für 99 Euro, die immer Alarm schlagen sollte, wenn sie die Atemzüge meines Neugeborenen zehn Sekunden am Stück nicht erfassen konnte. Tat sie übrigens nie, Halleluja!

Zwei Jahre später war bei meiner Tochter alles anders. Vor ihrer Geburt hatte ich mich mit bedürfnisorientierter Erziehung auseinandergesetzt, sie für gut befunden und so schlief das Baby nachts eng an mir. Beim dritten Kind wurde es dann ein Mix aus elektronischer Schlafmatratze und Co-Sleeping. Das vierte Kind schlief hauptsächlich in der Bettritze zwischen mir und meinem Freund – also genau so, wie es die Expertinnen in der Informationsbroschüre gegen plötzlichen Kindstod ausdrücklich nicht empfehlen. Müdigkeit, bestimmt. Pragmatik, sicherlich. Aber auch: Entspannung.