Jan Josef Liefers – ob man nun Fan ist oder nicht – muss man in den letzten Jahren für viele mutige Momente dankbar sein. Der Mann sagt sicher nicht alles, was er denkt, aber gemessen an dem, wie selbstzensurig man inzwischen selbst unterwegs ist, um ja nicht als schlechter Mensch oder gar als Nazi von den ideologisch und moralisch richtig Aufgestellten beleidigt zu werden, duckt er sich weniger weg als die breite Masse.
Liefers holt viele Bürger in ihrem Unbehagen ab
Wir erinnern uns an 2021, die Corona-Zeit, in der er mit Kollegen die Kunstaktion #allesdichtmachen wagte, Kritik an der Corona-Politik Deutschlands, an Lockdowns und Kultur-Schließungen übte und generell beklagte, dass es gefühlt nur staatliche Angstmache gebe. Man hätte denken können, dass die brutale mediale Niedermache, die darauf folgte (in Berlin besonders seitens des Tagesspiegel) ihn verstummen lassen würde, aber dem war zum Glück nicht so.
Zwischen Enthüllung und Erzählung: Paul Ronzheimer, Fred Göcken und die Wahrheit im Bürgergeld-Streit
Ob bei „Illner“, „Hotel Matze“ oder jetzt bei „Ronzheimer“: Immer wieder spricht er sich für die Mündigkeit der Bürger aus, dekliniert für die westdeutsch Sozialisierten gern auch noch mal den Freiheitsbegriff durch und moniert die „einseitige Berichterstattung der Medien“. Das dürfte besonders denen runtergehen wie Öl, die wie er bereits in einem Unrechtsstaat gelebt und hochsensible Antennen haben, die Verwerfungen ins Totalitäre unter Umständen eher empfangen als Nichtdiktaturgeschädigte.







