Stand: 22.06.2026 • 10:15 Uhr

Gut 2.900 Soldaten üben in Litauen bei der Übung "Freedom Shield" die Verteidigung der NATO-Ostflanke - unweit der Grenze zu Belarus. Heute ist Verteidigungsminister Pistorius zu Besuch.

Unweit der Grenze zu Belarus übt die Bundeswehr in Litauen die Verteidigung der NATO-Ostflanke. Trainiert werden soll unter anderem der Kampf mit und gegen Drohnen. Mehr als 300 davon sind im Einsatz. Im Verbund mit herkömmlichen Waffensystemen wie Panzern soll möglichst realistisch werden, wie ein Gefecht an der NATO-Ostflanke aussehen könnte. Zu der Übung wird auch Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erwartet.

Für die Übung "Freedom Shield" wurden rund 2.900 Soldaten - darunter 2.300 aus Deutschland - und rund 800 Fahrzeuge aus acht NATO-Staaten auf dem Truppenübungsplatz Pabrade zusammengezogen. Dieser liegt etwa 20 Kilometer von der Grenze zu Belarus, das ein Verbündeter von Russland ist. Die Übung dürfte also auch als Zeichen an Moskau verstanden werden.

Deutschland hatte nach dem russischen Angriff auf die Ukraine eine dauerhafte Stationierung von Bundeswehr-Soldaten in Litauen zugesichert. Die Panzerbrigade soll bis 2027 mit einer Gesamtstärke von rund 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern als Kampfverband voll einsatzfähig sein. Bislang sind rund 1.800 Angehörige der Bundeswehr in Litauen stationiert.