Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sieht keinen Spielraum, um der US-Regierung im Streit über Medikamentenpreise entgegenzukommen. »Im Bereich der Zölle gibt es geltende Vereinbarungen«, sagte die CDU-Politikerin am Sonntag beim Tag der offenen Tür in Berlin. Im Rahmen ihrer Gesundheitsreform »sehe ich da wenig Spielraum«, sagte sie zu der Forderung aus Washington.Die US-Regierung hat eine Untersuchung zu deutschen Medikamentenpreisen eingeleitet. Ihr Vorwurf: Wegen der hohen Rabatte, die in anderen Ländern von der Pharmaindustrie verlangt werden, schrumpft in den USA der Spielraum für weitere Preissenkungen. Das Thema werde man in der Bundesregierung und mit den USA besprechen, sagte Warken dazu. Kanzler Friedrich Merz hatte das Thema am Freitag als innerdeutsches Thema bezeichnet und US-Vorwürfe und die Drohung neuer Zölle zurückgewiesen.Die Gesundheitsministerin betonte, dass es dabei bleiben werde, dass die Pharmaindustrie einen Beitrag zu den nötigen Kostensenkungen bei den gesetzlichen Krankenkassen leisten müsse. Warken bestätigte einen Bericht, dass man daran arbeite, den bisher geplanten dynamisch steigenden Abschlag auf Medikamente durch einen fixen Abschlag zu ersetzen, um der Pharmabranche mehr Planungssicherheit zu geben. »Da sind wir im Moment dran.«
Warken will im Streit mit den USA über Medikamentenpreise hart bleiben
Die US-Regierung fordert von Berlin Unterstützung im Ringen um niedrigere Preise für Medikamente. Gesundheitsministerin Nina Warken sieht da allerdings wenig Spielraum.










