PfadnavigationHomeSportFußballWM„Ich war verärgert“Wirbel um diese Szene – Schwere Fair-Play-Vorwürfe gegen UruguayStand: 08:11 UhrLesedauer: 2 MinutenAußenseiter Kap Verde hat für die nächste große WM-Überraschung gesorgt. Nach dem Remis gegen den zweimaligen Weltmeister Uruguay darf der ungeschlagene WM-Neuling weiter auf das Erreichen der K.-o.-Runde hoffen.Uruguays Trainer Marcelo Bielsa gilt als Ikone des Fair Play. Doch beim WM-Spiel gegen Kap Verde verhält sich einer seiner Spieler alles andere als fair. Der Coach der Afrikaner findet deutliche Worte.Ein Verstoß gegen den Fair-Play-Gedanken hat beim WM-Spiel zwischen Uruguay und Kap Verde (2:2) für große Aufregung gesorgt. Beim Spielstand von 0:1 half Uruguays Stürmer Federico Viñas seinem Gegenspieler Telmo Arcanjo, der von einem Krampf geplagt am Boden lag. Eigentlich eine sportliche Geste.Als Viñas jedoch sah, dass sich seine Mannschaft gerade eine aussichtsreiche Torchance herausspielte, ließ er den Kap-Verde-Spieler einfach liegen und lief mit in den Strafraum. Genau bei diesem Angriff in der 44. Minute fiel das Tor zum 1:1 durch Maxi Araujo. „Mein Gegenspieler brauchte mich. Aber mein Team brauchte mich noch mehr“, rechtfertigte Viñas hinterher sein Verhalten.Kap Verdes Trainer Bubista wollte das nicht so stehen lassen. „Ich war verärgert über diese Szene“, sagte er. „Denn Marcelo Bielsa (Uruguays Trainer, d. Red.) lebt uns in jeder Pressekonferenz und in jedem Spiel Fair Play vor. Von ihm haben wir alle gelernt, was Fair Play bedeutet.“Bielsa gab offenbar keine AntwortBielsa wurde 2019 mit dem Fair-Play-Preis des Weltverbands Fifa ausgezeichnet. Er hatte seine damalige Mannschaft Leeds United angewiesen, ohne Gegenwehr ein Tor des Gegners Aston Villa zuzulassen. Leeds hatte unmittelbar zuvor getroffen, als ein Villa-Spieler verletzt am Boden lag.Die ungeschriebenen Gesetze des Fußballs schreiben in diesen Situationen eigentlich vor, den Ball ins Aus zu spielen, um eine Behandlung zu ermöglichen. Man erhält ihn dann bei Wiederaufnahme des Spiels vom Gegner zurück. Weil dies im Spiel der Deutschen gegen die Elfenbeinküste nicht geschah, hatte es auch in dieser Partie Vorwürfe wegen mangelnden Fair-Plays gegeben. Lesen Sie auchNach dem WM-Spiel in Miami fragte Kap Verdes Trainer Bubista seinen Kollegen Bielsa nach eigenen Angaben sofort, warum er diesmal nichts unternahm. Eine Antwort erhielt er offenbar nicht.SUF mit dpa
WM 2026: Wirbel um diese Szene – Schwere Fair-Play-Vorwürfe gegen Uruguay - WELT
Uruguays Trainer Marcelo Bielsa gilt als Ikone des Fair Play. Doch beim WM-Spiel gegen Kap Verde verhält sich einer seiner Spieler alles andere als fair. Der Coach der Afrikaner findet deutliche Worte.













