Ein Verstoß gegen den Fair-Play-Gedanken hat beim WM-Spiel zwischen Uruguay und Kap Verde (2:2) für große Aufregung gesorgt. Beim Spielstand von 0:1 half Uruguays Stürmer Federico Viñas seinem Gegenspieler Telmo Arcanjo, der von einem Krampf geplagt am Boden lag - eigentlich eine sportliche Geste.Als Viñas jedoch sah, dass sich seine Mannschaft gerade eine aussichtsreiche Torchance herausspielte, ließ er den Kap-Verde-Spieler einfach liegen und lief mit in den Strafraum. Genau bei diesem Angriff in der 44. Minute fiel das Tor zum 1:1 durch Maxi Araujo. „Mein Gegenspieler brauchte mich. Aber mein Team brauchte mich noch mehr“, rechtfertigte Viñas hinterher sein Verhalten.Kap Verdes Trainer Bubista wollte das nicht so stehen lassen. „Ich war verärgert über diese Szene“, sagte er. „Denn Marcelo Bielsa (Uruguays Trainer) lebt uns in jeder Pressekonferenz und in jedem Spiel Fair Play vor. Von ihm haben wir alle gelernt, was Fair Play bedeutet.“Bielsa wurde 2019 mit dem Fair-Play-Preis des Weltverbands FIFA ausgezeichnet. Er hatte seine damalige Mannschaft Leeds United angewiesen, ohne Gegenwehr ein Tor des Gegners Aston Villa zuzulassen. Leeds hatte unmittelbar zuvor getroffen, als ein Villa-Spieler verletzt am Boden lag. Nach dem WM-Spiel in Miami fragte Bubista seinen Trainerkollegen nach eigenen Angaben sofort, warum er diesmal nichts unternahm. Eine Antwort erhielt er offenbar nicht. (dpa)Vor den WM-Spielen tragen Volunteers große Flaggen der beteiligten Mannschaften auf den Platz. Normalerweise werden sie auf den Rasen gelegt, aber nicht bei jedem Spiel. Der Irak bat bei der FIFA darum, seine Fahne über dem Boden zu halten. „Wir haben den Ausdruck „Gott ist allmächtig“ auf der Flagge und darum ging es bei der Anfrage unseres Verbandes“, erklärte Führungsspieler Aymen Hussein. Im Spiel gegen Norwegen kam die FIFA der Bitte nach. Der Weltverband teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit: „Die FIFA hat eng mit den teilnehmenden Mannschaften zusammengearbeitet, um angemessenen Wünschen hinsichtlich der Präsentation nachzukommen.“ (dpa)Vanessa AngermannBeim zweiten Spiel Irans ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und Ordnungspersonal gekommen. Ein Mann versuchte, nach dem 0:0 gegen Belgien in Inglewood auf den Rasen zu gelangen, wie der Weltverband FIFA mitteilte. Wie auf Bildern zu sehen ist, trug er ein Shirt mit einem Aufdruck der iranischen Fahne aus der Zeit vor der Islamischen Revolution, die von der FIFA verboten wurde.Der Mann wurde von Ordnern abgeführt. Auch auf den Rängen griff das Sicherheitspersonal ein. Die Hintergründe blieben zunächst unklar. Die FIFA war am Sonntagabend (Ortszeit) zu weiteren Details der Vorfälle angefragt. (dpa)Vanessa AngermannÖsterreich nur Außenseiter gegen Argentinien? Ja, aber gerade deswegen ein guter Tipp für Sportwetten - glaubt zumindest Ralf Rangnick. „Wer sehr, sehr viel Geld gewinnen möchte, der geht noch in die Wettbüros und setzt - keine Ahnung, wie viel er übrig hat - auf einen Sieg für Österreich“, sagte Österreichs Nationaltrainer bei der Pressekonferenz vor dem Duell mit dem Weltmeister heute Abend (19.00 Uhr) im Dallas-Stadion. Das sei so, „weil jeder davon ausgeht und der Algorithmus, dass wir das Spiel höchstwahrscheinlich nicht gewinnen“, sagte Rangnick: „Wir spielen against all odds.“ Gegen jede Chance also. Bei den Wettanbietern liegt Österreichs Siegquote ungefähr bei 6,5. Das bedeutet: Wer zehn Euro setzt und richtig liegt, erhält 65 Euro zurück. Er halte ein Remis und auch einen Sieg dennoch für möglich, äußerte der 67-Jährige: „Weil wir reden trotzdem über eine Mannschaftssportart und wir haben die Möglichkeit, über unseren eigenen Auftritt, über unsere Strategie, über unseren Stil, wie wir spielen, gepaart mit der nötigen Energie und dem Mut, das Spiel eben auch auf unsere Seite zu ziehen, und darauf wird es ankommen.“ (dpa)Senegals Fußball-Nationalmannschaft soll die zahlreichen Kontroversen rund um ihre Teilnahme an der WM im „Finale“ gegen Norwegen ausblenden. „Es gab einige Schwierigkeiten, aber wir Spieler und das Trainerteam konzentrieren uns auf das Spiel gegen Norwegen“, sagte Nationaltrainer Pape Thiaw vor dem zweiten Gruppenspiel (Dienstag, 2.00 Uhr MESZ/MagentaTV). Die Probleme seien „intern geregelt“ worden.Nach der Auftaktpleite gegen Frankreich (1:3) stehen die Afrikaner um Starspieler Sadio Mané sportlich unter Druck. Auch abseits des Rasens reißen die Schlagzeilen nicht ab. Der Titel als Afrikameister wurde Senegal am Grünen Tisch aberkannt, dazu sollen die Prämien für den Auftritt beim Afrika-Cup noch nicht an die Spieler ausgezahlt worden sein. Ein langjähriger Betreuer gehört nicht zur Delegation, und die Profis, die mit dem Essen in ihrem Hotel in New Jersey unzufrieden sind, bestellen Mahlzeiten von außerhalb.Thiaw, der seit seinem Vertragsende im Februar offenbar ohne Kontrakt gearbeitet hat, gab bekannt, dass er sich inzwischen mit dem senegalesischen Verband geeinigt habe. Die Vertragssache sei „geklärt“, sagte er, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. „Es hat zu lange gedauert, aber es ging nie um Geld, sondern vielmehr um Prinzipien und Respekt.“Sein Fokus liege nun auf der Partie gegen Norwegen. „Es wird ein schwieriges und wichtiges Spiel. Für uns ist es ein Finale. Wir dürfen uns keinen Fehler mehr erlauben und müssen die Punkte holen, wenn wir das Sechzehntelfinale erreichen wollen“, sagte Thiaw. (sid)Der Irak hat sich für das Aufeinandertreffen mit Topfavorit Frankreich bei der Fußball-WM eine ganz besondere Taktik ausgedacht. „Ich habe gefragt, ob wir mit drei Torhütern spielen dürfen. Aber sie haben Nein gesagt“, erzählte Trainer Graham Arnold mit breitem Grinsen: „Sie haben unglaubliche Spieler. Aber wir müssen uns auf uns konzentrieren. Wir können nur unsere Performance kontrollieren und nicht die von Frankreich.“Nach dem 1:4 zum Auftakt gegen Norwegen brauchen die Iraker bei ihrer zweiten WM-Teilnahme nach 1986 am Montag (17.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) in Philadelphia etwas Zählbares. „Ich bin kein Trainer, der in ein Spiel geht, um es nicht zu verlieren“, betonte Arnold: „Ich will meinen Spielern den Glauben vermitteln, dass wir mit der Einstellung reingehen, dass wir das Spiel gewinnen können. Ich bin niemand, der auf Unentschieden spielen möchte.“Es gehe gegen das französische Starensemble auch ein Stück weit darum, „es zu genießen, dass wir gegen die besten Spieler der Welt spielen“, sagte Angreifer Aymen Hussein. Generell könne man das Spiel aber „positiv“ gestalten, „wenn wir all unsere Energie auf den Platz bringen“, so Arnold. Die Torhüterfrage ließ der Trainer nach den Patzern von Jalal Hassan im Auftaktspiel derweil noch offen. (sid)Nach zwei völlig verkorksten Auftritten und dem vorzeitigen WM-Aus hat Tunesiens Abwehrspieler Ali Abdi seinem Verband Vorwürfe gemacht. „Wir reisen zu einer Weltmeisterschaft mit Spielern, die noch nie zusammengespielt haben. Man kann sich nicht auf eine Weltmeisterschaft vorbereiten, indem man nur ein paar Spiele gegen Gegner bestreitet, die sich jahrelang vorbereitet haben. Wir haben keine Zeit, richtig zu arbeiten. Wir reißen jedes Mal alles ab und bauen es neu auf, anstatt die Fehler zu beheben“, schimpfte der Abwehrspieler bei beIN Sports Mena.Auf das 1:5-Fiasko im Auftaktspiel gegen Schweden folgte ein ebenso deprimierendes 0:4 gegen Japan. „Wenn man sich die japanischen Spieler ansieht, sind sie dieselbe Mannschaft wie 2022, während wir unsere Mannschaft bei jedem Turnier ausgetauscht haben“, bemängelte der Verteidiger. Mehrfach wischte sich Abdi Tränen aus dem Gesicht.Tunesien, das mit großen Ambitionen angereist war und erstmals in seiner Geschichte die K.-o.-Phase erreichen wollte, hat sich zur Schießbude der WM entwickelt. „Ich entschuldige mich bei den tunesischen Fans. Nicht bei den Leuten, die sich damit vergnügen, Informationen nach links und rechts weiterzugeben. Das ist nicht im Interesse des Landes“, sagte Abdi weiter.Vorwürfe einer unprofessionellen Einflussnahme des Verbandes auf den Trainerwechsel während der WM, gepaart mit Berichten über falsches Verhalten einiger Spieler, hatten rund um das Turnier für ein vergiftetes Klima gesorgt. Die Tunesier hatten sich nach dem ersten Spiel von Sabri Lamouchi getrennt und kurzfristig Hervé Renard als Coach verpflichtet. (dpa)Was halten Sie von den Trinkpausen bei der WM?·Tore und Siege allein reichen Frankreichs Nationalspieler Michael Olise nicht. Der Bayern-Profi will bei der Fußball-WM auch etwas fürs Auge bieten. „Fußball ist ein großartiger Sport, und deshalb sollte er auch optisch schön sein. Es kann Kunst sein. Ich selbst sehe mich aber einfach als kreativen Menschen. Ich betrachte mich nicht als Künstler“, sagte der Vierundzwanzigjährige im Interview der „L'Équipe“.Sein Sinn für Ästhetik beschränkt sich nicht nur auf das Angriffsspiel. „Auch ein schönes Defensivspiel kann großartig sein. Auch ein Zweikampf kann eine unglaublich flüssige und elegante Bewegung sein. Wenn er flüssig ist, wer sind wir, ihm die Schönheit abzusprechen?“, fragte der Torjäger.Beim 3:1-Auftaktsieg gegen Senegal hatte Olise die überragende Vorarbeit für Kylian Mbappés Führungstreffer geliefert. Ob sein Pass den eigenen ästhetischen Ansprüchen genügt, bleibt sein Geheimnis. Klar ist, dass der Franzose schon immer eine symbiotische Beziehung zum Ball pflegte. „Ich mag es einfach, den Ball zu haben und ihn zu spüren, bevor wir richtig loslegen. Ja, ich mag es, den Ball in den Händen oder am Fuß zu haben, das ist mir wichtig“, sagte Olise.Gemeinsam mit Mbappé und Ousmane Dembélé bildet der Bayern-Profi in der Équipe Tricolore eine Offensive der Superlative. Dem Lob seines Teamkollegen Mbappé, dass er ein „Spieler der Gegenwart und von morgen“ sei, widersprach der Angreifer: „Im Moment würde ich sagen: Ja, ich bin ein Spieler der Gegenwart. Wenn ich weiterhin hart arbeite und bodenständig bleibe, hoffe ich, ein Spieler der Zukunft zu werden.“ (dpa)In der Debatte um die Sinnhaftigkeit der Trinkpausen bei der Fußball-WM hat Uruguays Trainer Marcelo Bielsa die neue Regelung stark kritisiert. „Sie bringen nichts und nehmen dem Fußball viel weg. Ich möchte nur sagen, dass der Fußball vor dieser Entscheidung einen bestimmten Charakter hatte, jetzt hat er einen anderen“, zitierten verschiedene Medien wie die „L'Équipe“ den Argentinier, der von einem „Kulturwandel“ sprach.Das Modell wurde eingeführt, um die Belastung der Spieler zu reduzieren, und sieht in jeder Halbzeit eine dreiminütige Unterbrechung vor. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Pausen ihren ursprünglichen Zweck verfehlten und der Gesundheitsschutz der Spieler in den Hintergrund gerate. Stattdessen dienten sie vor allem dem Weltverband FIFA und den TV-Sendern zur Generierung zusätzlicher Werbeeinnahmen. Viele Trainer nutzen die Unterbrechungen für taktische Anweisungen.Zudem haben die milden Temperaturen in mehreren Spielen sie bisher überflüssig gemacht. „Wir haben nicht an die Folgen für den Sport gedacht, sondern eher an eine andere Art von Auswirkung“, sagte Bielsa weiter und spielte wohl auf die immensen Gewinne an, die durch Fernsehwerbung in diesem Zeitraum erzielt werden. „Die Schlussfolgerungen, die ich präsentiere, sind nicht meine eigenen. Ich höre sie immer wieder und stimme ihnen zu“, sagte der Siebzigjährige.Das britische TV-Netzwerk ITV erwartet etwa die kommerziell erfolgreichste Fußballübertragung seiner Geschichte. In Australien haben die Trinkpausen sogar einen eigenen Sponsor und werden als „Maccas Match Break“ bezeichnet, finanziert von McDonald's. (dpa)Das in Madrid geplante Public Viewing des spanischen WM-Spiels gegen Saudi-Arabien (18.00/MagentaTV) ist am Sonntag der extremen Hitze in der Hauptstadt zum Opfer gefallen. Der Madrider Stadtrat und der Fußballverband (RFEF) sagten die Veranstaltung in der Fanzone auf der Plaza de Colón im Zentrum der Metropole ab. Zuvor hatte die nationale Wetterbehörde AEMET vor Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius gewarnt.„Die Entscheidung wurde getroffen, um die Gesundheit der Besucher, des Veranstaltungspersonals und der unterstützenden Dienste, die an der Veranstaltung beteiligt sind, zu schützen“, hieß es aus dem Madrider Rathaus, das sich für etwaige Unannehmlichkeiten entschuldigte. Die Behörden forderten die Fans auf, das Spiel des Europameisters in klimatisierten Innenräumen zu verfolgen.Weite Teile Spaniens erleben für den Juni ungewöhnlich hohe Temperaturen, da eine heiße Luftmasse aus Nordafrika über die Iberische Halbinsel zieht. Insgesamt galt für 13 der 17 Regionen Spaniens am Sonntag wegen der Hitze die zweithöchste Alarmstufe. Im nördlichen Baskenland wurde sogar die höchste Alarmstufe ausgerufen. (sid)Der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer darf zumindest aus medizinischer Sicht auf weitere Einsätze hoffen. Der 45 Jahre alte Berliner ist nach seiner Behandlungspause gegen Ende seines WM-Debüts am vergangenen Freitag bei der Partie zwischen Co-Gastgeber USA und Australien (2:0) wieder „diensttauglich“.„Felix ist untersucht und wohlauf“, sagte der deutsche Schiedsrichterchef Knut Kircher dem SID. Bei der Verletzung habe es sich laut Kircher um eine „Muskelkontraktion auf Basis einer unnormalen Bewegung“ gehandelt: „Es geht ihm gut und er kann weiter im Turnier bleiben, was uns und ihn sehr freut.“Zwayer musste am Freitag in der Nachspielzeit behandelt werden, nachdem er zu Boden gesunken war. Letztlich konnte der Referee die Partie jedoch zu Ende bringen. „Felix hatte mit seinem ersten WM-Spiel einiges an Arbeit zu verrichten, er hat das gut gemacht inklusive VAR-Support“, bewertete Kircher den Auftritt Zwayers. (sid)Emerse Faé war sauer. Nicht nur über die unglückliche 1:2 (1:0)-Niederlage der Elfenbeinküste gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, sondern auch über das Verhalten des Gegners. „Glückwunsch an Deutschland zum Sieg. Von so einer großen Nation, an der wir uns ein Beispiel nehmen, erwarte ich aber mehr Fairplay“, sagte der Coach der Ivorer und betonte: „Ich bin enttäuscht.“Der Hintergrund seiner Kritik? Der Zweiundvierzigjährige hatte am Spielfeldrand eine Auseinandersetzung mit Mitgliedern des deutschen Stabs und lieferte sich ein Wortgefecht mit Verteidiger Nathaniel Brown. Er warf dem Frankfurter vor, eine Verletzung von Wilfried Singo missachtet zu haben, als er mit einem Einwurf einen Angriff einleitete, anstatt den Ball dem Gegner zuzuwerfen. „Ich habe ihm gesagt, er solle demütig bleiben“, erklärte Faé. „Er hat großartig gespielt und es nicht nötig, schlecht mit uns zu reden, nur weil er gewinnen will.“Die Elfenbeinküste zittert nach der Niederlage noch um das erstmalige Weiterkommen bei der vierten WM-Teilnahme. Ein Unentschieden gegen Außenseiter Curaçao wäre aber bereits gleichbedeutend mit dem Einzug ins Sechzehntelfinale. „Wir haben unser Schicksal selbst in den Beinen“, sagte Faé. Stürmer Amad Diallo betonte: „Wir wollen Geschichte schreiben." (sid)Fußball-Nationalspieler Nico Schlotterbeck hat sich im zweiten WM-Spiel der deutschen Mannschaft gegen die Elfenbeinküste eine Verletzung am Knie zugezogen. „Er hat irgendwas im Innenband, ich weiß noch nicht, was“, sagte Nagelsmann nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste in Toronto. „Er muss morgen ins MRT, es sieht leider nicht ganz so gut aus.“ Der 26 Jahre alte Innenverteidiger verletzte sich schon nach einer knappen Viertelstunde im Zweikampf und musste behandelt werden. Der Profi von Borussia Dortmund hielt dennoch bis zur Halbzeitpause durch. Dann brachte Bundestrainer Julian Nagelsmann für ihn Antonio Rüdiger von Real Madrid in die Partie. Schlotterbeck hatte im vergangenen Jahr fast ein halbes Jahr wegen eines Meniskusrisses im linken Knie gefehlt. (dpa)Iran darf nach Angaben von Cheftrainer Amir Ghalenoei für das dritte Gruppenspiel gegen Ägypten in Seattle früher als bislang in die USA reisen. „Für das letzte Spiel haben sie uns erlaubt, selbst zu entscheiden bei den Reiseplänen. Für die beiden ersten Spiele haben andere diese Entscheidungen und Pläne für uns gemacht“, sagte Ghalenoei einen Tag vor dem Duell mit Belgien im Los-Angeles-Stadion am Sonntag (21.00 Uhr MESZ). Die iranische Fußball-Nationalmannschaft war für dieses Spiel abermals, wie schon zum Auftakt gegen Neuseeland, am Tag vor der Partie vom Teamquartier in Mexiko in die USA gereist. Er verstehe nicht, warum eine frühere Anreise nicht schon für diese Spiele möglich gewesen sei, sagte Ghalenoei. „Wir hätten 24 Stunden gebraucht (in Los Angeles, Anm.) aber sie haben uns weniger als 16 Stunden gegeben, deswegen haben wir unser Training nach der Hälfte verlassen müssen“, sagte der Trainer. „Diese Einschränkungen haben es sehr schwierig gemacht für uns.“ Ghalenoei sagte, er hätte sich mehr Unterstützung von anderen Nationaltrainern gewünscht. „Ich habe 47 anderen Trainern eine Frage gestellt und keiner hat mir geantwortet“, sagte er. „Ich bin sicher, die sind alle beschäftigt und bereiten ihre eigenen Teams vor und ich erwarte keine Reaktion. Aber wenn ich gesehen hätte, dass ein anderes Team so behandelt wird wie wir, ich würde etwas sagen.“Ursprünglich war vorgesehen gewesen, dass das Team sogar erst am Spieltag selbst anreisen darf. Hintergrund ist der Irankrieg, in dem zuletzt ein Rahmenabkommen vereinbart worden war. Diese Regelung war vor dem ersten Gruppenspiel bei der WM gelockert worden. Abreisen musste die Mannschaft aber noch am Abend des Spiels. (dpa)Mehr ladenTickarooLive Blog Software