Dass Julian Nagelsmann noch gar nicht geboren war, als der Teamchef Beckenbauer bei der WM 1986 die Nationalmannschaft bis ins Finale führte, ist nicht unbedingt seine Schuld. Andererseits hätte er ja auch mal in die Hauschronik seines Arbeitgebers oder wenigstens in den Turnierplan gucken können, bevor er am Samstag in den Schlussminuten seine Mannschaft bedingungslos nach vorn befahl, damit sie noch das Siegtor gegen die Elfenbeinküste schießt. Sogar den Job des Balljungen übernahm Nagelsmann, um keine Sekunden zu verlieren – mit dem Effekt, dass tatsächlich noch das 2:1 fiel.
Fußball-WM 2026: Julian Nagelsmann wagt viel und gewinnt vorerst alles
An Courage fehlt es dem Bundestrainer nicht. Seine Freude am Wechselspiel führt ihn manchmal auf Abwege, gegen die Elfenbeinküste aber profiliert er sich mit punktgenauen Interventionen.









