Stand: 21.06.2026 • 12:21 Uhr

Trotz starker Leistungen fliegt Japan bei der WM bislang eher unter dem Radar. Das liegt zum einen an den Sensationen anderer, passt zum anderen aber auch zum eigenen Selbstverständnis.

Von Jonas Schlott

Es war schon auffällig, wie Hajime Moriyasu den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer im ersten WM-Gruppenspiel gegen die Niederlande bejubelte. Nämlich gar nicht. Stoisch ruhig nahm Japans Trainer dieses so wichtige Tor zur Kenntnis und unterstrich damit stellvertretend das Understatement, mit dem die Japaner auftreten - zumindest abseits des Rasens.

Denn auf dem Platz glänzt der viermalige Asienmeister mit Spielfreude, Torgefahr und Resilienz. Das Spiel gegen die Niederlande ist dafür das beste Beispiel: Zweimal lag Japan im Rückstand, zweimal kam die Mannschaft zurück und sicherte sich am Ende einen verdienten Punkt gegen den Favoriten. Und wie man es von den japanischen Fans mittlerweile kennt, hinterließen sie ihre Plätze nach dem Spiel in blitzsauberem Zustand.