USA und Iran wollen sich am Sonntag in der Schweiz treffenVertreter der USA und Irans wollen am Sonntag in der Schweiz Gespräche für eine dauerhafte Friedenslösung aufnehmen. Die iranische Delegation traf am Samstagabend in der Schweiz ein, US-Vizepräsident JD Vance machte sich ebenfalls auf den Weg in die Alpenrepublik. Erschwert werden die Verhandlungen durch die Gefechte zwischen Israel und der Hizbullah in Libanon. Iran kündigte als Reaktion auf die Gewalt eine abermalige Schließung der Straße von Hormus an. Israel hat zuletzt seine Armee angewiesen, die Kämpfe einzustellen.Die USA und Iran hatten am Mittwoch eine Rahmenvereinbarung für ein Ende des Irankriegs unterzeichnet. Das Dokument sieht vor, innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Abkommen für einen Frieden zu schließen. Ein zentrales Thema ist dabei das iranische Atomprogramm: US-Präsident Donald Trump will sicherstellen, dass Iran niemals an Atomwaffen gelangt. Die Gespräche zwischen den USA und Iran finden im Luxusresort Bürgenstock auf dem gleichnamigen Berg oberhalb des Vierwaldstättersees in der Nähe der Stadt Luzern statt.„Ich denke, wir werden hoffentlich Fortschritte in der Atomfrage erzielen und auch beim Waffenstillstand in Libanon vorankommen“, sagte US-Vizepräsident Vance am Samstag vor seinem Abflug in die Schweiz. „Das sind die beiden großen Themen, auf die wir uns meiner Meinung nach konzentrieren sollten." In der Schweiz wird Vance zum US-Sondergesandten Steve Witkoff und zu Trumps Schwiegersohn Jared Kushner stoßen.Von iranischer Seite reisten nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens unter anderem Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sowie Außenminister Abbas Araghtchi in die Schweiz. Bei den Gesprächen vermitteln sollen Vertreter Pakistans und Qatars. Bereits am Samstag hatte es laut der Schweizer Regierung vorbereitende Gespräche gegeben.Klaus BardenhagenVance in der Schweiz angekommenUS-Vizepräsident JD Vance ist für die Friedensverhandlungen mit Iran in der Schweiz angekommen. Sein Flugzeug landete am Sonntagmorgen auf dem Luftwaffenstützpunkt Emmen nahe Luzern, wie der Sprecher des Stellvertreters von US-Präsident Donald Trump mitteilte. Bereits am Samstagabend war die iranische Delegation in der Schweiz angekommen, wie das Schweizer Außenministerium mitgeteilt hatte.Nach der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens für ein Ende des Irankriegs sollen Unterhändler aus den USA und Iran am Sonntag im Luxusresort Bürgenstock Gespräche aufnehmen. Das Hotel Bürgenstock liegt auf dem gleichnamigen Berg oberhalb des Vierwaldstättersees in der Nähe von Luzern. Der Hotelkomplex wurde im Vorfeld der Gespräche von der Polizei abgeriegelt.Irem YildirimTrump: USA könnten Hormus-Mautgebühren erheben, weil sie „Schutzengel“ waren Unter dem Eindruck wachsender Spannungen mit Iran hat US-Präsident Donald Trump mit einer US-Maut in der Straße von Hormus gedroht. Sollte kein finales Friedensabkommen zustande kommen, könnten sich die USA so ihre Dienste als „Schutzengel“ der Region vergüten lassen, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Im ausgehandelten Rahmenabkommen ist festgelegt, dass Iran während der 60-tägigen Verhandlungen keine Gebühren verlangen darf. Wie es danach weitergeht, soll Iran mit dem Oman aushandeln – unter Beachtung des internationalen Rechts und Einbeziehung der Anrainerstaaten. Es war bereits damit gerechnet worden, dass dieser Punkt für Streit sorgen könnte. Völkerrechtler halten Gebühren für problematisch. Irem YildirimUS-Militär: Setzen Freiheit in der Schifffahrt durch Nach der von Iran angekündigten Schließung der Straße von Hormus will das US-Militär weiter die Freiheit der Schifffahrt durchsetzen. Der Schiffsverkehr habe am Samstag zugenommen, „während die US-Streitkräfte in diesem Gebiet weiterhin zur Wahrung der Freiheit der Schifffahrt im Einsatz waren“, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. 55 Schiffe mit unter anderem 17 Millionen Barrel Öl hätten die Meerenge passiert. Centcom zufolge ist das Militär weiter vor Ort, um sicherzustellen, dass sämtliche Abmachungen des Rahmenabkommens „eingehalten, befolgt und in vollem Umfang umgesetzt werden.“Gespräche am Sonntag in der Schweiz?Die Vereinigten Staaten und Iran werden nach Angaben des Vermittlers Pakistan am Sonntag in der Schweiz miteinander verhandeln. An den Gesprächen ​auf dem Bürgenstock würden auch Vertreter Pakistans und Qatars teilnehmen, erklärt das pakistanische Außenministerium am Samstag. Vorher hatte das iranische Außenministerium verlautbart, die Verhandlungsdelegation Irans werde in Kürze zu den Gesprächen mit den Vereinigten Staaten in die Schweiz reisen. Das sagt ein Sprecher des iranischen Außenministeriums staatlichen Nachrichtenagenturen zufolge. Die Delegation werde die Einhaltung der Verpflichtungen durch die Vereinigten Staaten einfordern. Iran habe sich an die Verpflichtungen der Absichtserklärung gehalten, erklärt der Sprecher. Die Vereinigten Staaten seien verpflichtet, Israel zur Beendigung seiner Angriffe ‌auf Libanon zu bewegen. Die Gegenseite müsse so rasch wie möglich die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Auch der amerikanische Vizepräsident J.D. Vance sprach am Samstag davon, es könnte am Sonntag Gespräche mit Iran in der Schweiz geben. Dies sei möglich, sagt er dem Sender Fox News. Die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner seien deshalb vor Ort. Er selbst werde bald in die Schweiz reisen, sagt Vance. „Ich gehe davon aus, dass ich irgendwann in den nächsten Tagen abreisen werde“, sagt er. „Aber Sie wissen ja, dass das immer ein heikles Unterfangen ist und die diplomatischen Protokolle beachtet werden müssen.“ Eine erste Gesprächsrunde über ein mögliches Atomabkommen in der Schweiz war eigentlich für Freitag angedacht, fand aber wegen abermaliger gegenseitiger Angriffe zwischen der israelischen Armee und der proiranischen Hizbullah-Miliz in Libanon dann doch nicht statt. Vance: Keine Beweise, dass Iran die Straße von Hormus schließtUS-Vizepräsident JD Vance sagt dem US-Sender Fox News, er habe keine Beweise dafür, dass Iran die Straße von Hormus schließe. Er sei zuversichtlich, dass „wir die Waffenruhe aufrechterhalten könne“.Teheran schließt die Straße von Hormus wiederDas zentrale Militärkommando Irans hat am Samstag die abermalige Schließung der strategisch wichtigen Straße von Hormus bekannt gegeben. „Hiermit wird bekannt gegeben, dass die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr geschlossen wird“, hieß es in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung des Militärkommandos. Dies geschehe in Reaktion auf die fortgesetzten Angriffe Israels in Südlibanon, die eine Verletzung des mit den Vereinigten Staaten getroffenen Rahmenabkommens zur Beendigung des Irankrieges bedeuteten. Die Sperrung sei der „erste Schritt“ als Reaktion auf die Verletzung von Verpflichtungen, ⁠heißt es weiter. Es würden weitere Maßnahmen ergriffen, falls die „Aggression“ anhalte. Ein für Freitag geplantes Treffen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten in der Schweiz war kurzfristig abgesagt worden. Iran hatte offenbar bemängelt, dass Israel weiterhin Truppen im Süden Libanons stationiert hält. Zwischen Israel und der Hizbullah-Miliz wurde am Freitag eine Waffenruhe vereinbart. Bei neuen Gefechten am Samstag soll es Dutzende Tote gegeben haben.Uli PutzLibanon meldet fünf Tote bei israelischem LuftangriffUngeachtet einer Waffenruhe sind bei einem israelischen Luftangriff in Südlibanon nach libanesischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet ‌worden. Israelische Kampfflugzeuge und Drohnen hätten in der Nacht und am Morgen das Gebiet um die Stadt Nabatija ins ‌Visier genommen ‌und dabei Wohngebäude zerstört, meldet die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Zudem habe die israelische Artillerie die Stadt und ihre Außenbezirke beschossen. Die ​Menschen seien einem Angriff auf ⁠die nahe gelegene Ortschaft Arabsalim zum Opfer gefallen, so NNA. Nabatija gilt als ​Hizbullah-Hochburg. Israel und die von Iran unterstützte Miliz hatten sich am Freitag ⁠nach Angaben von ‌Vertretern der USA, Israels und der Hizbullah auf eine Feuerpause geeinigt. Sie sollte am Freitag 16.00 Uhr (Ortszeit) in Kraft ⁠treten.Uli PutzUS-Außenminister Rubio plant Reise in den Nahen OstenUS-Außenminister Marco Rubio plant einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche eine Reise in den Nahen Osten. Er besucht dabei voraussichtlich Kuwait, ​die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain, wie das Portal „Axios“ unter Berufung auf zwei Insider berichtet.Uli PutzUS-Gesandter für Iran-Atomgespräche auf dem Weg in die SchweizDer Sondergesandte ‌des ‌US-Präsidenten Donald Trump, Steve Witkoff, reist einem Medienbericht ​zufolge ⁠zu ersten Gesprächen über ein mögliches Atomabkommen mit Iran in ⁠die Schweiz. Das ‌berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung ⁠auf einen US-Regierungsvertreter. ⁠Trumps Schwiegersohn Jared ⁠Kushner ​befindet sich ⁠demnach bereits ​dort.Libanesische Sicherheitskreise: Israelische Angriffe trotz WaffenruheNeue Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hizbullah-Miliz gefährden das Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran. Laut einem US-Regierungsvertreter wurde zwar für Freitag 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr deutscher Zeit ) eine neue Waffenruhe vereinbart, allerdings kam es libanesischen Sicherheitskreisen zufolge in den ersten 45 Minuten bereits zu zwölf israelischen Angriffen.Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Vereinbarung bislang nicht bestätigt. Die israelische Zeitung „The Times of Israel“ zitierte Armeesprecher Effie Defrin, die israelischen Truppen hätten trotz der Waffenruhe mit der Hizbullah „volle Handlungsfreiheit“, um in jedem Gebiet gegen jede Bedrohung vorzugehen. Es gebe keine Einschränkungen. Israel und die Hizbullah hatten sich gegenseitig vorgeworfen, eine im Rahmenabkommen vereinbarte Waffenruhe gebrochen zu haben. Die israelische Armee griff nach eigenen Angaben in der Nacht und am Freitagmorgen mehr als 150 Stellungen der Hizbullah aus der Luft an. Zuvor habe die Miliz Raketen auf israelische Soldaten in Südlibanon abgefeuert, schrieb die Armee auf X. Vier israelische Soldaten wurden nach Militärangaben getötet. Vier weitere Soldaten wurden bei einem Drohnenangriff verletzt. Dem Gesundheitsministerium in Beirut zufolge wurden auf libanesischer Seite 47 Menschen getötet und weitere 97 verletzt. Acht Getötete seien Mitglieder derselben Familie, hieß es in einer Mitteilung. USA verkünden Waffenruhe zwischen Israel und Hizbullah Israel und die mit Iran verbündete Hizbullah-Miliz in Libanon haben sich ​auf eine Waffenruhe ab 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr deutscher Zeit) geeinigt. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf einen ranghohen US-Regierungsvertreter. „Unseres Wissens gilt zwischen Israel und der Hizbullah nach dem heutigen Feuergefecht nun ein Waffenstillstand", sagte er laut der Nachrichtenagentur Reuters. Die Waffenruhe sei demnach von amerikanischen und qatarischen Verhandlern mit Unterstützung von Iran ausgehandelt worden. Laut der Nachrichtenagentur dpa bestätigten der Hizbullah nahestehende Quellen die Vereinbarung, Details nannten sie nicht. Die „New York Times" berichtet, dass ein nicht näher identifizierter Diplomat und ein israelischer Beamter die Einigung bestätigt hätten.Iran knüpft laut Hizbullah weitere Gespräche mit USA an Waffenruhe Iran hat der libanesischen Hizbullah-Miliz zufolge die Fortsetzung von Gesprächen ​mit den USA an die Umsetzung einer umfassenden Waffenruhe geknüpft. Dies habe die Führung in Teheran der mit ihr verbündeten Miliz mitgeteilt, sagt der Hizbullah-Abgeordnete Hassan Fadlallah der Nachrichtenagentur Reuters. Fadlallah forderte zudem die libanesische Regierung auf, ⁠direkte Verhandlungen mit Israel abzulehnen, solange die israelischen Angriffe auf Ziele im Libanon andauerten. Washington trage die Verantwortung dafür, dass Israel seine Angriffe einstelle und die Bedingungen des Rahmenabkommens mit Iran umsetze. Das Abkommen sieht einen Stopp aller Kämpfe vor, auch in Libanon. Mehr ladenTickarooLive Blog Software