In ihrer Rede drängte Winter ihre Partei zum Aufbruch. »Ich stehe hier, weil ich in Bremen zu oft erlebt habe, dass der Mut fehlte, um loszugehen«, sagte die 30-Jährige. Bremen sei das Land mit der bundesweit höchsten Armutsquote, der höchsten Arbeitslosenquote und dem letzten Platz in Bildungsrankings. »Ich will das nicht länger hinnehmen.«Die CDU-Politikerin kündigte an, sich für Sicherheit, Digitalisierung, weniger Bürokratie und verlässliche Kinderbetreuung einzusetzen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss sie aus.
Ein Sieg wäre eine SensationWinter ist in Kiel geboren und in Bremen aufgewachsen. Die promovierte Juristin ist seit 2021 Mitglied im CDU-Bundesvorstand und Mitgründerin der Klimaunion. Seit drei Jahren ist Winter Abgeordnete der Bremer Bürgerschaft, seit einem Jahr CDU-Fraktionsvorsitzende.Ein Wahlsieg wäre eine Sensation für die CDU, die die größte Oppositionspartei in dem Land ist. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs stellt die SPD den Bürgermeister, derzeit regiert in Bremen eine rot-grün-rote Koalition unter Andreas Bovenschulte (SPD). In einer Umfrage von Infratest dimap für den »Weser-Kurier« im März lag die CDU aber knapp vor den Sozialdemokraten.






