Am 16. und 18. Juni ist der Prozess im Mordfall des achtjährigen Fabian aus Güstrow am Landgericht in Rostock fortgesetzt worden. Am 16. Juni wurde der Zeuge gehört, der mit der des Mordes Angeklagten Gina H. als zweite Person bereits am 13. Oktober an dem Tümpel bei Klein Upahl war. Der Polizei hatte sie am 14. Oktober erklärt, sie habe die Leiche des Jungen erst am Vormittag zufällig entdeckt.
Die Staatsanwaltschaft wirft Gina H. vor, den zur Tatzeit achtjährigen Fabian aus Güstrow am 10. Oktober 2025 heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen mit sechs Messerstichen von vorn ermordet zu haben. Zwei dieser Stiche trafen ins Herz und waren tödlich. Danach soll sie den toten Jungen angezündet haben, um Spuren zu verwischen.
Als Motiv nannte die Anklage, die 30-Jährige habe geglaubt, der Junge würde der Wiederaufnahme ihrer Beziehung zu Fabians Vater Matthias R. im Weg stehen. Matthias R. soll sich im August 2025 nach vier Jahren Beziehung von ihr getrennt haben. Anfang Oktober gab es noch einmal eine Annäherung zwischen den Ex-Partnern, bevor Fabians Vater zu verstehen gab, es sei endgültig vorbei. Gina H. schweigt bisher zu den Vorwürfen, deshalb werden vor Gericht Beweise gegen sie in einem Indizienprozess zusammengetragen.











