An einem Sonntag Mitte Mai versammeln sich Zehntausende auf der Mall in Washington, D. C. Sie sind gekommen, um zu beten: für das Land und dessen Führungsspitze. »Rededicate 250« lautet das Motto des Events, eine »Neuweihe« des Landes als »eine Nation unter Gott«. Teilnehmer tragen Jesus-Shirts, US-Flaggen und rote Maga-Kappen. Als Redner treten auch Regierungsmitglieder auf, allen voran Donald Trump und JD Vance. Angekündigt ist »ein einmaliger nationaler Moment« zum 250. Geburtstag des Landes. Vance ist als letzter Hauptredner dran, per Videobotschaft. Er betont die tiefe historische Verwurzelung des christlichen Glaubens in der Gesellschaft. Amerika sei eine »Nation des Gebets«, die Grundwerte des Landes könnten ins Wanken geraten, wenn das religiöse Fundament verschwinde.
JD Vance: Das Christentum als Fundament Amerikas? Meint er das ernst?
US-Vizepräsident J.D. Vance inszeniert sich als katholischer Politiker. Kann man erwarten, dass er deshalb empathischer und weniger polarisierend auftritt? Wohl kaum.
JD Vance betont bei der »Rededicate 250« in Washington, das Christentum sei das historische Fundament der amerikanischen Werte. Ohne dieses religiöse Fundament drohten die Grundwerte des Landes zu wanken.








