Offenbar müssen gelegentlich Dinge mit Zahlen unterfüttert werden, die offensichtlich sind: In den Prachtstraßen dieses Landes fahren Autos in der Größe früherer Wohnhäuser, Prominente mieten für Hochzeiten ganze Stadtteile, oder sie besitzen Yachten, die selbst im Hafen mehrere Tonnen Diesel pro Tag verbrauchen. Das sind nur die augenfälligen Zeichen für etwas, das – wieder mal, muss man sagen -, eine Studie des Fachmagazins Nature belegt: Die reichsten zehn Prozent tragen überproportional mehr zum Klimawandel bei als die mit wenig oder ohne Vermögen. Die Studie beziffert den Schaden auf bis zu 5,7 Billionen Dollar pro Jahr. Und bringt eine entscheidende Erkenntnis hinzu: Die Schäden durch diese zehn Prozent – übrigens vor allem durch ihre Art, ihr Geld anzulegen – sind noch größer als die ohnehin vorhandenen Finanzierungslücken in der Klimakrisenbekämpfung. Kurz: So schnell, wie reiche Menschen den Planeten zerstören, kann der arme Rest ihn nicht retten.