Stefan Nierfeld hört oft, er sei ja nur neidisch auf seine Beamtenkollegen. Doch er sagt: »Es geht mir um Gerechtigkeit.« Bis er vor zwei Jahren in den Ruhestand ging, war der 68-Jährige Lehrer für Deutsch, Geschichte und Politik an einem Berufskolleg in Essen. Dort hat er junge Menschen unterrichtet, die parallel zur Berufsausbildung einen Schulabschluss machen wollten. Verbeamtet worden ist Nierfeld nicht. Dafür war er schon zu alt, als er mit Mitte 30 von einem Bildungsträger in die Schule wechselte. Bemerkbar macht sich das bis heute. »Als Rentner habe ich gut 1.000 Euro weniger im Monat als ein verbeamteter Kollege.«
Sozialstaat: Was passieren würde, wenn man Beamten ihre Privilegien nähme
Beamten in die gesetzlichen Kassen einzahlen lassen? Das fänden viele richtig. Nur sind die Konsequenzen nicht allen klar. Das Beispiel eines Lehrers – und eine Rechnung












