Es gibt in der neuen Studie ein Bild, das hängenbleibt: Die Technische Universität musste ihr Hauptgebäude sperren. Zu marode. Mitten im Wissenschaftsstandort, der angeblich Berlins Zukunft ist.Mit diesem Beispiel beginnt das Papier, das gerade auf den Tischen im Roten Rathaus landet. „Zukunft beginnt heute!“ heißt es, in Auftrag gegeben vom DGB Berlin-Brandenburg und der Hans-Böckler-Stiftung, geschrieben von der Forschungsgruppe für Strukturwandel und Finanzpolitik.Am Ende steht eine Zahl, die wehtut: 100,5 Milliarden Euro. So viel müsste Berlin bis 2035 in Brücken, Schulen, Wohnungen, Krankenhäuser und Klimaschutz stecken, damit die Stadt nicht weiter verfällt.
Die wachstumsstärkste Stadt – mit leerer Kasse
Das Bittere daran: Berlin läuft eigentlich gut. Keine Region wächst seit 2010 schneller, bei Wirtschaftsleistung wie bei Jobs. Start-ups, Wissenschaft, fast 3,7 Millionen Menschen, viele davon jung und qualifiziertNur am Geld hapert es. Berlin gehört zu den finanzschwächsten Ländern, kassiert den höchsten Betrag aus dem Finanzausgleich, die Rücklagen sind aufgebraucht, der Schuldenstand klettert.Rechnerisch bräuchte die Stadt rund zehn Milliarden Euro Investitionen pro Jahr. Für 2026 und 2027 plant sie knapp sechs. Jahr für Jahr fehlen also etwa vier Milliarden.









