USA beginnen Untersuchung deutscher MedikamentenpreiseDie USA haben eine Handelsuntersuchung gegen Deutschland wegen der Preisgestaltung für Medikamente eingeleitet. Dies teilte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer am Donnerstag mit. Mit der Untersuchung nach Abschnitt 301 des US-Handelsgesetzes von 1974 solle geprüft werden, ob Deutschland für innovative Pharmaprodukte anhaltend zu wenig bezahle und dies unangemessen oder diskriminierend sei. „Ich bin besonders besorgt über Nachrichten, dass Deutschland ein Gesetz vorantreibt, das seine Ausgaben für innovative Arzneimittel weiter senken würde“, sagte Greer. Damit verwies Greer auf die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung. Mit einem Bündel an Einsparungen und Mehreinnahmen soll ein drohendes Defizit von 20 Milliarden Euro bei den gesetzlichen Kassen ausgeglichen werden. Sparpläne betreffen demnach auch pharmazeutische Produkte.Die schwarz-rote Koalition hatte nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters bereits angekündigt, der Pharmaindustrie bei der Gesundheitsreform entgegenzukommen. Demnach soll der sogenannte dynamisierte Herstellerabschlag auf Medikamente ersetzt werden. Damit die Abschläge für die Pharmafirmen kalkulierbar würden, die Branche aber gleichzeitig einen Beitrag zur Vermeidung des Defizits der gesetzlichen Krankenkassen leiste, sei nun ein fester Aufschlag auf den bisherigen Herstellerabschlag geplant - der aber dafür gegenüber den Planungen angehoben wird.US-Präsident Donald Trump fordert eine deutliche Erhöhung der Arzneimittelpreise in Deutschland und Europa. Die US-Regierung behauptet, dass die US-Verbraucher höhere Preise zahlen müssten, weil dies die Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel finanziere. Trump verfolgt seit seiner Rückkehr an die Macht im vergangenen Jahr eine aggressive Handelsagenda, die zur Verhängung eines weltweiten Zolls von zehn Prozent und zu Drohungen mit Zöllen von bis zu 100 Prozent auf Einfuhren aus Ländern wie China und Frankreich geführt hat. Die Untersuchung zu den deutschen Medikamentenpreisen könnte zu Zöllen auf deutsche Importe führen. Die US-Handelsbehörde will ab dem 25. Juni schriftliche Stellungnahmen entgegennehmen und im September eine öffentliche Anhörung abhalten. Eine Stellungnahme der deutschen Botschaft in Washington lag zunächst nicht vor.Verbraucher können Verträge im Internet einfacher widerrufenWer im Internet einen Vertrag schließt, erledigt das meist mit einem einzigen Klick. Ihn wieder aufzulösen, gleicht dagegen im Alltag oft einer digitalen Schnitzeljagd nach Mailadressen oder versteckten Formularen. Damit ist ab diesem Freitag Schluss, denn ab dem 19. Juni wird der „Widerrufsbutton“ auf Webseiten und in Apps zur Pflicht. Das erklärte Ziel des Gesetzgebers: Ein Online-Widerruf muss künftig genauso schnell und unkompliziert möglich sein wie der Kauf selbst.Die neue Regelung betrifft fast den gesamten Onlinehandel im B2C-Bereich, also Geschäfte zwischen Unternehmen und Privatpersonen. Ob großer Versandriese, kleiner Spezialshop, Streaming-Anbieter oder Online-Kurs-Plattform - wer Verträge im Netz anbietet, muss die Funktion ab morgen bereitstellen. Bei Marktplätzen wie Amazon und Ebay liegt die Verantwortung für die technische Umsetzung beim jeweiligen Plattformbetreiber.Der Button ist überall dort Pflicht, wo Verbrauchern ohnehin ein gesetzliches Widerrufsrecht zusteht. Er greift somit beim klassischen Online-Einkauf von Waren, bei Dienstleistungen und digitalen Gütern wie Streaming-Abos sowie bei online abgeschlossenen Finanzdienstleistungen wie Krediten oder Versicherungen.Douglas dampft Erwartung einDer Parfümeriekonzern Douglas hat seine Prognose für das Geschäftsjahr angesichts schwacher Nachfrage gesenkt. Zwischen 4,58 und 4,63 Milliarden Euro soll sich der Umsatz bewegen, zuvor hatte das Düsseldorfer Unternehmen noch eine Spanne zwischen 4,65 Milliarden und 4,8 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Auch die Gewinnerwartung stutzt die Parfümeriekette um einen Prozentpunkt und erwartet nun eine bereinigte Ebitda-Marge von 15 Prozent. Der Nettoverschuldungsgrad dürfte zum Ende des Geschäftsjahres am 30. September hingegen höher ausfallen, als bislang berichtet – und zwar zwischen 3x und 3,5x statt bisher 2,5x und 3x. Das bedeutet, dass die Nettoverschuldung bis zum Dreieinhalbfachen des bereinigten operativen Ergebnisses betragen kann. Zum 31. März betrug die Nettoverschuldung knapp 2,2 Milliarden Euro, der Nettoverschuldungsgrad lag bei 2,9x.Der Vorstandsvorsitzende Sander van der Laan verwies darauf, dass sich das Kaufverhalten und die Marktbedingungen „spürbar verändert“ haben, weshalb sich Douglas fokussiere: „Wir verlagern Investitionen vom Filialgeschäft in den Onlinebereich, stärken unsere Preispositionierung und investieren gleichzeitig in Differenzierung und Exklusivität; zudem beschleunigen wir die Digitalisierung“, sagte van der Laan. „Einige dieser Maßnahmen werden bereits kurzfristig positive Ergebnisse liefern, andere brauchen mehr Zeit, bis sie Wirkung zeigen.“ Der Aktienkurs des seit März 2024 wieder an der Börse gehandelten Unternehmens stürzte daraufhin am Donnerstag um mehr als neun Prozent ab. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als ein Drittel an Wert verloren. Mit einem Preis von unter acht Euro liegt die Aktie weit unter der Erstnotiz von 25,50 Euro.Gericht erhöht Schadenersatz für Lieferanten drastischDer Einkauf von großen Mengen Corona-Schutzmasken im Frühjahr 2020 könnte die Staatskasse teurer zu stehen kommen als gedacht. Wie das Kölner Oberlandesgericht mitteilte, fällte es schon Ende Mai ein Urteil gegen den Bund (Aktenzeichen 8 U 123/25). Dabei ging es um die Klage eines Maskenhändlers mit Sitz auf Mallorca, der in der Vorinstanz - dem Bonner Landgericht - rund 33 Millionen Euro zugesprochen bekommen hatte (Aktenzeichen 8 U 14/25).Das OLG Köln korrigierte diesen Betrag nun aber auf rund 220 Millionen Euro nach oben. Hinzu kommen noch Zinsen und Zinseszinsen, die bei mehr als 100 Millionen Euro liegen dürften. Zuvor hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig, der Bund ist Gerichtsangaben zufolge in Revision gegangen. Investoren mögen Internetsicherheit – Dream Security sammelt 260 Millionen DollarDas israelische Cybersicherheitsunternehmen Dream Security zieht weiter Investoren an und hat am Donnerstag eine Finanzierungsrunde über 260 Millionen Dollar bekanntgegeben. Damit steigt die Unternehmensbewertung dreieinhalb Jahre nach der Gründung auf drei Milliarden Dollar. Angeführt wurde die Runde von den Investmentfonds Bicycle Capital und Group 11, gemeinsam mit Beteiligung von Bain Capital, Tru Arrow Partners, Antler und weiteren globalen Geldgebern. Das Unternehmen ist in Europa, dem Nahen Osten und Südostasien tätig. Mit dem zusätzlichen Investment treibt es die globale Expansion weiter voran. Dream ermöglicht den Einsatz Künstlicher Intelligenz auf heiklen Gebieten von Staaten und kritischer Infrastruktur.Das Unternehmen wurde 2023 von dem früheren österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz, dem israelischen Nachrichtendienst- und Cybersecurity-Experten Shalev Hulio sowie weiteren Partnern mitbegründet. Shalev Hulio ist vor allem als Mitgründer des Spyware-Unternehmens NSO Group bekannt, das wegen der Pegasus-Software international stark umstritten ist.Volkswagen muss sich bei Hauptversammlung auf Kritik einstellenAm Donnerstag um 10 Uhr lädt Volkswagen seine Aktionäre zur jährlichen Hauptversammlung ein. Bei Europas größtem Autobauer muss sich der Vorstand um Konzernchef Oliver Blume dabei auf harte Kritik von Anteilseignern einstellen. Einbrechende Gewinne, eine hartnäckige Krise in China, ein schwächelnder europäischer Automarkt und eine fehlende Antwort auf die US-Zölle machen dem Unternehmen das Leben schwer. Blume hatte im Frühjahr ein „Zielbild Volkswagen Konzern 2030" angekündigt und erste Eckpunkte für die Neuausrichtung genannt. Das neue Geschäftsmodell lässt jedoch auf sich warten. Auf der Hauptversammlung muss er sich nun den Fragen der Aktionäre zur Krise des Konzerns und zur Strategie für die Zukunft stellen.Das Aktionärstreffen findet abermals rein digital statt, wie in den vergangenen beiden Jahren. Vorstand und Aufsichtsrat sind dabei nicht einmal in Wolfsburg, sondern werden aus München zugeschaltet.Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Wiederwahl von Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. Der 75-Jährige soll für weitere fünf Jahre in das Gremium gewählt werden. Seine Wahl gilt als sicher: Großaktionär Porsche SE hält mehr als 50 Prozent der Stimmrechte, zusammen mit dem Land Niedersachsen sind es mehr als 70 Prozent.Zudem ist der Dieselskandal abermals Thema. Zur Abstimmung stehen die Vergleiche, die der Konzern 2021 mit seinem früheren Vorstandschef Martin Winterkorn sowie weiteren ehemaligen Vorständen wie Rupert Stadler und den eigenen Manager-Haftpflichtversicherungen geschlossen hatte. 11,2 Millionen Euro sollte Winterkorn an den Konzern zahlen, im Gegenzug von weiteren Ansprüchen freigestellt werden. Darüber hatten die VW-Aktionäre schon 2021 abgestimmt, doch der Bundesgerichtshof erklärte die Zustimmung 2025 teilweise für nichtig. Grund waren laut VW lediglich formale und nicht inhaltliche Mängel. Der Konzern stellt die Vergleiche daher nun weitgehend unverändert erneut zur Abstimmung. Uli PutzGoogles Gemini-Vizechef wechselt zu Konkurrent OpenAINoam Shazeer, einer der Chefentwickler des KI-Modells Gemini von Google, verlässt den Konzern und wechselt zum ChatGPT-Hersteller OpenAI, der einen Börsengang anstrebt. Das teilte Shazeer am Mittwoch mit. Der überraschende Abgang erfolgt weniger als zwei Jahre, nachdem Google Medienberichten zufolge 2,7 Milliarden Dollar gezahlt hatte, um Shazeer vom Start-up Character.AI zurückzuholen. Shazeer gilt als Schlüsselfigur dahinter, dass Gemini die technologische Lücke zu OpenAI schließen konnte. „Ich bin unglaublich stolz auf das großartige Team bei Google und alles, was wir gemeinsam aufgebaut haben“, erklärte Shazeer auf der Plattform X. Google dankte Shazeer in einer Stellungnahme für seine „bedeutenden Beiträge“.Philipp von ReinersdorffApple plant Preiserhöhungen aufgrund gestiegener ChipkostenAngesichts gestiegener Kosten für Speicherchips plant Apple Preiserhöhungen für seine Produkte. „Leider sind Preiserhöhungen unvermeidbar“, sagte Konzernchef Tim Cook der Zeitung „Wall Street Journal“ in einem Interview. Das Unternehmen tue sein Bestes, um die enormen Kostensteigerungen abzufedern und die Kunden zu schützen. „Doch die Situation ist nicht mehr tragbar.“ Wann und in welchem Maße die Preise steigen sollen und welche Produkte betroffen sind, ließ Cook offen.Hintergrund ist die rasant steigende Nachfrage nach Chips für Rechenzentren im Zuge des Booms rund um Künstliche Intelligenz (KI), was zu einem harten Wettbewerb um die knappen Bauteile führt. Cook wird im September die Führung des iPhone-Herstellers an John Ternus übergeben. Eine Stellungnahme von Apple auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters lag zunächst nicht vor.Philipp von ReinersdorffBosch zahlt Millionenstrafe in den USA wegen Lieferungen an HuaweiBosch zahlt wegen Lieferungen an den chinesischen Technologiekonzern Huawei eine Millionenstrafe an die USA. Das Stuttgarter Unternehmen habe sich zur Zahlung von 36 Millionen Dollar bereit erklärt, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch mit. Zwei ausländische Tochtergesellschaften von Bosch sollen zwischen 2020 und 2024 in mehr als 100 Fällen Sensoren und Software für Mobiltelefone im Wert von über 70 Millionen Dollar ohne die erforderliche Lizenz an Huawei geliefert haben. Der chinesische Konzern steht auf einer schwarzen Liste der USA. Daher ist für den Export bestimmter Produkte, die auf US-Technologie basieren, eine Genehmigung notwendig.Die Verstöße seien unbeabsichtigt gewesen, erklärte Bosch. Das US-Justizministerium stellte seine Ermittlungen ein und verzichtete auf eine Strafverfolgung, da Bosch das Fehlverhalten selbst offengelegt hatte. Dies zeige die klaren Vorteile für Unternehmen, die potenzielle Verstöße umgehend meldeten und die Ermittlungen voll unterstützten, erklärte der für nationale Sicherheit zuständige stellvertretende US-Justizminister John A. Eisenberg. Bosch stimmte zudem zu, die Gewinne aus den Geschäften an das Justizministerium abzuführen. Diese Zahlung wird auf den Vergleich mit dem Handelsministerium angerechnet. Der Technologiekonzern, der im Jahr 2024 einen Umsatz von rund 90 Milliarden Dollar erwirtschaftete, hat nach eigenen Angaben sein Compliance-Programm überarbeitet, um künftige Verstöße zu verhindern.Neues Verfahren um Mogelvorwurf gegen Milka-PackungDas Verfahren um die Milka-Schokoladentafel wird neu verhandelt. Der Hersteller Mondelez legte Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Bremen ein, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Zuerst hatte die „Lebensmittelzeitung“ berichtet. Nun wird sich das Hanseatischen Oberlandesgericht in Bremen mit der Frage beschäftigen, ob es sich bei der Tafel um eine Mogelpackung handelt oder nicht.Viele Milka-Tafeln wiegen nur noch 90 statt 100 Gramm, an der Verpackung hat sich jedoch kaum was geändert. Die Verbraucherzentrale Hamburg kritisiert, dass Kunden in die Irre geführt werden und klagte wegen unlauteren Wettbewerbs. Der Hersteller Mondelez mit Sitz in Bremen wehrt sich: Die neue Grammangabe stehe auf der Vorder- und Rückseite der Schokoladentafel. Das Landgericht jedoch gab der Verbraucherzentrale recht. Mondelez geht gegen die Entscheidung vor. Wann das neue Verfahren vor dem Oberlandesgericht beginnt, ist noch unklar.Snapchat-Unternehmen bringt Brillen mit Minidisplay auf den MarktDie Macher der Foto- und Video-App Snapchat gehen unter die Vorreiter bei Brillen, die digitale Informationen einblenden können. Das Betreiberunternehmen Snap startete Vorbestellungen für das Gerät mit dem Namen Specs. Die Brillen mit sogenannter erweiterter Realität („Augmented Reality“, AR) sollen voraussichtlich im Herbst in den USA, Großbritannien und Frankreich auf den Markt kommen. Den Preis setzte Snap mit 2195 Dollar in den USA und 2295 Euro in Frankreich an.Die etwas klobig wirkenden Brillen sollen ins Blickfeld der Träger zum Beispiel Routenanweisungen und dazu eine Minikarte einblenden können. Beim Blick auf einen Automotor könnten sie etwa auf Nachfrage markieren, wo Kühlflüssigkeit reingehört. Die Daten werden als Hologramme in einen Teil des Blickfelds eingeblendet. Steuern kann man die Anzeige mit Fingerbewegungen, welche die Kamera der Brille erkennt. Die Batterie soll bis zu vier Stunden halten – und mit dem Nachladen in der Brillenhülle bis zu 20 Stunden. Es gibt Modelle in zwei Größen, von denen das leichtere 132 Gramm wiegt. Moderna hat Interesse an Biontech-Werken in DeutschlandDer US-Biotechkonzern Moderna zieht die Übernahme von Produktionsstätten seines deutschen Konkurrenten Biontech in Betracht. „Wenn wir die richtige Partnerschaft mit der deutschen Bundesregierung finden würden, wären diese Anlagen eine interessante Option – im Vergleich zu einem Neubau“, sagte Moderna-Chef Stéphane Bancel dem „Handelsblatt“ in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Auch die Weiterbeschäftigung von Biontech-Mitarbeitern, die von den Werkschließungen betroffen sind, sei in diesem Fall eingeplant. Bancel betonte, er führe derzeit Gespräche mit der Regierung über eine langfristige Zusammenarbeit, ähnlich wie sie Moderna schon in Großbritannien und Kanada eingegangen sei: „Es ist kein Zufall, dass ich aktuell in Berlin bin. Ich möchte wirklich investieren.“Biontech hatte im Mai angekündigt, wegen der deutlich zurückgegangenen Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen mehrere Standorte zu schließen, darunter die Werke in Marburg und Idar-Oberstein sowie die Standorte des übernommenen Tübinger Rivalen Curevac. Bis zu 1860 Stellen könnten gestrichen werden. Während sich das Mainzer Unternehmen künftig auf die Krebsforschung spezialisieren will, setzt Moderna weiterhin auch auf das Geschäft mit Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten. Vor einem Investitionsbeschluss drängte Bancel jedoch auf bessere Rahmenbedingungen und Planungssicherheit in Deutschland.Der Moderna-Chef übte Kritik an den Plänen der Bundesregierung, die Defizite in der gesetzlichen Krankenversicherung durch strengere Preisregeln und höhere Herstellerrabatte zu verringern. Diese Unsicherheit gefährde Investitionen. Sollte es zu keiner Einigung mit Berlin kommen, werde er sich nach Alternativen in Europa umsehen. Es sei ein massives Souveränitätsproblem, wenn es bald keine Produktionskapazitäten für die mRNA-Technologie mehr in Deutschland und Europa gebe. Verkehrswegespezialist Kapsch mit UmsatzknickDer börsennotierte Wiener Mautsystemspezialist Kapsch TrafficCom hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende März) mit einem scharfen Umsatzknick bilanziert. Die Verkaufserlöse schrumpften von rund 530 Millionen auf 431 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Operativ wurden acht Millionen Euro verdient – nach 12,6 Millionen im Jahr davor. Hauptgrund für die Erlösdelle war den Angaben zufolge der Wegfall von zwei Betriebsprojekten. In der südafrikanischen Provinz Gauteng endete der Betrieb des Mautsystems mit März 2025, in Belarus hatte das Unternehmen die Mehrheit an der dortigen Betriebsgesellschaft, die das landesweite Mautsystem betreibt, abgegeben. Zusätzlich belasteten eine unerwartete Schwäche des globalen Mautmarktes sowie kundenverursachte Projektverzögerungen das Ergebnis.Positiv wirkte sich eine Einigung mit der Bundesrepublik Deutschland im Zusammenhang mit Entschädigung für Ausfall und Kündigung der Verträge zur geplanten Pkw-Maut aus, die im ersten Quartal des Berichtszeitraumes zu einem Ergebniseffekt von 23 Millionen Euro führte. In Nordamerika bestätigte sich die Ertragswende, die sich den Angaben zufolge sowohl in höheren Ergebnisbeiträgen als auch in neuen Aufträgen niederschlug.Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Management sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ertrag eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Kapsch TrafficCom beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2700 Mitarbeiter und ist in mehr als 25 Ländern tätig. Ravensburger übernimmt Mehrheit bei Plüschtierfirma SteiffDer Spielehersteller Ravensburger erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an der Plüschtierfirma Steiff. Die Erben der Firmengründerin Margarete Steiff bleiben aber wesentlich beteiligt, wie beide Unternehmen gemeinsam mitteilten.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Business-Liveticker: US-Regierung untersucht Medikamentenpreise in Deutschland | FAZ
Prüfung, ob Deutschland für innovative Pharmaprodukte zu wenig bezahle +++ VW-Aufsichtsrätin Susanne Wiegand hört auf +++ Apple plant Preiserhöhungen für seine Produkte +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.











