PfadnavigationHomePolitikAuslandUS-VizepräsidentVerhandlungen über Irans Atomprogramm – Vance verschiebt Reise in die SchweizStand: 03:40 UhrLesedauer: 3 Minuten„Jeder in Israel, der glaubt, sein größtes Problem sei der Präsident der Vereinigten Staaten, muss aufwachen“, forderte VanceQuelle: AP Photo/Manuel Balce CenetaJ.D. Vance reist vorerst nicht zu neuen Gesprächen mit dem Iran in die Schweiz. Dies habe logistische Gründe, teilt das Weiße Haus mit. Zuvor spricht der Vizepräsident ausführlich über das Abkommen – und dabei eine Warnung an Israel aus.Vizepräsident J.D. Vance wird am Donnerstag nicht zu einer neuen Verhandlungsrunde mit dem Iran über dessen Atomprogramm in die Schweiz reisen. Als Grund nannte das Weiße Haus schwierige logistische Bedingungen. Die Pläne für die Gespräche seien noch nicht endgültig festgelegt, teilte das Weiße Haus mit. Außerdem hieß es, die US-Delegation sei bereit, bei der nächstmöglichen Gelegenheit aufzubrechen. In den Verhandlungen soll das am Vortag unterzeichnete Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran detaillierter ausgearbeitet werden.Zuvor hatte sich Vance im Weißen Haus ausführlich zum Abkommen geäußert – und dabei insbesondere israelische Regierungsmitglieder vor Kritik gewarnt. „Donald J. Trump ist derzeit der einzige Staatschef auf der ganzen Welt, der dem Staat Israel wohlgesonnen ist“, sagte Vance am Donnerstag in Washington. „Jeder in Israel, der glaubt, sein größtes Problem sei der Präsident der Vereinigten Staaten, muss aufwachen und die Realität der Lage erkennen, in der sich das Land befindet.“Vance sagte, der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu habe sich der Kritik zwar nicht angeschlossen, Mitglieder seines Kabinetts aber schon. „Das Problem für Israel ist nicht Donald J. Trump“, betonte Vance.Lesen Sie auchDie Rahmenvereinbarung für ein Ende des Krieges fordert auch ein Ende des Krieges im Libanon, wo Israel gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz kämpft. Allerdings sind Israel und die Hisbollah keine Vertragsparteien des Abkommens und Netanjahu hat nach Unterzeichnung des Abkommens angekündigt, Israel wolle Truppen im Südlibanon belassen und dort eine „Sicherheitszone aufrechterhalten“.Der Iran besteht dagegen darauf, dass sich Israel aus dem Südlibanon zurückziehen müsse, den es seit März in weiten Teilen besetzt hält. Das Rahmenabkommen verlangt dies nicht ausdrücklich. Es bekräftigt lediglich die Verpflichtung zur Gewährleistung der „territorialen Integrität“ des Libanon.Vance spricht von „informellen Absprachen“ mit dem IranVance deutete vor Journalisten im Weißen Haus weiter an, dass die Vereinbarungen zwischen den USA und dem Iran über das bislang bekannte Abkommen hinausgehen könnten. Er sprach von sogenannten „informelle Absprachen“ (Gentlemen's Agreements) zu einzelnen Aspekten der Verhandlungen.Lesen Sie auchAuf die Frage nach solchen Nebenabsprachen sagte Vance, einige davon seien sogar schriftlich festgehalten worden. Es sei aber zweitrangig, ob es sich bei einzelnen Zusagen um ein Memorandum, informelle Vereinbarungen oder ein späteres endgültiges Abkommen handle. „Es geht um Überprüfung“, sagte der Vizepräsident. Die USA vertrauten nicht auf Worte, sondern auf Taten.Lesen Sie auchNach Angaben von Vance hat der Iran zugesagt, künftig kein Uran mehr anzureichern und internationalen Inspektoren Zugang zu gewähren, damit Bestände hoch angereicherten Urans zerstört werden können. Sollte Teheran diese Zusagen einhalten, sehe die Vereinbarung verschiedene Gegenleistungen vor, sagte Vance. Nähere Angaben dazu machte er nicht. Außerdem sagte Vance, die US-Armee habe am Donnerstag „mehr als ein Dutzend Schiffe unsere Seeblockade passieren lassen“. Die US-Armee bestätige dies ebenfalls. Ihre Blockade iranischer Häfen sei nach mehr als zwei Monaten aufgehoben. AP/dpa/luwi/doli
Verhandlungen über Irans Atomprogramm – Vance verschiebt Reise in die Schweiz - WELT
J.D. Vance reist vorerst nicht zu neuen Gesprächen mit dem Iran in die Schweiz. Dies habe logistische Gründe, teilt das Weiße Haus mit. Zuvor spricht der Vizepräsident ausführlich über das Abkommen – und dabei eine Warnung an Israel aus.
Framework USA-Iran vereinbart: Urananreicherung beendet, internationale Inspektionen erlaubt, US-Seeblockade aufgehoben. Geopolitisches Realignment reduziert Atomrisiko und beeinflusst Investitionsstabilität israelischer Tech-Hubs unter Trump-Administration.











