PfadnavigationHomePolitikAuslandIran-Abkommen„Schlimmster außenpolitischer Lapsus seit Jahrzehnten“ – Parteikollegen rechnen mit Trumps Deal abStand: 00:42 UhrLesedauer: 2 MinutenDas Abkommen zwischen den USA und Iran sieht erste Schritte wie die Öffnung der Straße von Hormus und Ölverkäufe vor, bleibt aber vage bei zentralen Punkten wie dem Nukleardossier. „Geld gibt es erst am Schluss“, sagt Sicherheitsexperte Hans-Jakob Schindler.Donald Trump erntet für seine Einigung mit dem Iran heftige Kritik aus den eigenen Reihen. Gerügt wird vor allem der 300-Milliarden-Dollar-Fonds zugunsten der Islamischen Republik. Selbst einer, der nicht für Kritik an Trump bekannt ist, wird deutlich.Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen wächst die Kritik an einzelnen Vereinbarungen – auch aus den Reihen der Republikaner von US-Präsident Donald Trump. Gerügt wird unter anderem ein 300 Milliarden Dollar schwerer Wiederaufbaufonds zugunsten der Islamischen Republik, den die USA zusammen mit regionalen Partnern auf die Beine stellen wollen.Der republikanische Senator Roger Wicker teilte mit, die 300 Milliarden Dollar ließen die Zahlungen im Rahmen des Abkommens von Präsident Obama aus dem Jahr 2015 wie einen „Klacks“ erscheinen. Er fürchte, die USA könnten ihre im Iran-Krieg erzielten Erfolge damit wieder aus der Hand geben. Wicker gehört als Vorsitzender des für die Streitkräfte zuständigen Ausschusses zu den einflussreichsten Parlamentariern. Für offene Kritik an Präsident Trump oder am Krieg gegen den Iran, den die USA gemeinsam mit Israel begonnen haben, ist er nicht bekannt.Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie teilte mit, 300 Milliarden Dollar seien fünfmal so viel, wie der Kongress jährlich für Straßen und Brücken in den USA ausgebe. Auch die republikanischen Senatoren Thom Tillis und Ted Cruz äußerten Kritik.Fonds soll erst im Rahmen des finalen Vertrags Gestalt annehmenIhr Parteifreund im Senat, Bill Cassidy, teilte mit, vor dem Krieg sei die Straße von Hormus offen gewesen und Sanktionen hätten den Iran in die Knie gezwungen. Nun seien 13 Amerikaner tot, Sanktionen würden gelockert und Amerikaner hätten Milliarden an den Zapfsäulen bezahlt. „Das ist der schlimmste außenpolitische Lapsus seit Jahrzehnten.“Lesen Sie auchLaut der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran soll der Fonds erst im Rahmen eines finalen Vertrags Gestalt annehmen, der in den kommenden 60 Tagen zwischen Washington und Teheran ausgehandelt werden soll. Laut der US-Regierung werden in dem Fonds Investitionen der Partnerländer gebündelt, kein Geld aus den USA. Lesen Sie auchDonald Trumps Unterhändler Steve Witkoff teilte nach Angaben der Nachrichtenagentur AP unterdessen mit, dass der Iran die Internationale Atomenergiebehörde IAEA nach Abschluss eines Abkommens zur Inspektion von Nuklearanlagen einladen wird. Außerdem werde die islamische Republik Lagerorte ihres angereicherten Kernbrennstoffs identifizieren und offenlegen, sagte Witkoff demnach gegenüber US-Kongressabgeordneten.Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran enthalte keine Nebenabsprachen, sagte Witkoff den Angaben zufolge in einer Sitzung hinter verschlossenen Türen. Es sei jedoch ein Begleitschreiben des Iran an die IAEA verfasst worden, in dem die Einladung ausgesprochen werde. Es werde IAEA-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi ermöglichen, US-Atominspektoren nach Teheran zu entsenden.dpa/AP/luwi
Iran-Deal: „Schlimmster Lapsus seit Jahrzehnten“ – Trumps Parteikollegen rechnen ab - WELT
Donald Trump erntet für seine Einigung mit dem Iran heftige Kritik aus den eigenen Reihen. Gerügt wird vor allem der 300-Milliarden-Dollar-Fonds zugunsten der Islamischen Republik. Selbst einer, der nicht für Kritik an Trump bekannt ist, wird deutlich.













