PfadnavigationHomePolitikAuslandNahost-Konflikt„Diese Dummköpfe“, wettert Trump nach Kritik am Iran-Deal – Öl-Preise fallen deutlichStand: 14:13 UhrLesedauer: 2 MinutenJulius van de Laar, Kampagnenberater, analysiert Donald Trumps Strategie im Iran-Konflikt und die Auswirkungen auf die US-Öffentlichkeit. „Trump will Stärke zeigen und die Agenda bestimmen.“Nach dem Abschluss des Iran‑Rahmenabkommens attackiert Donald Trump US‑Medien scharf und weist Vorwürfe zu großen Zugeständnissen zurück. Als Gegenbeweis führt der US-Präsident die Börse an.US-Präsident Donald Trump hat kritische US-Medienberichte über das Rahmenabkommen mit dem Iran als völlig ungerechtfertigt zurückgewiesen. „Diese Dummköpfe, die finden, dass ich nicht hart genug mit dem Iran war“, seien „entweder neidisch, unehrlich oder dumm“, erklärte Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Der Präsident verwies darauf, dass die Börse nach der Unterzeichnung „ein neues Rekordhoch erreicht“ habe und die Ölpreise abstürzten.In der Tat stürzten die Benzinpreise in den USA am Donnerstag erstmals seit März unter die Marke von 4 Dollar pro Gallone – eine willkommene Entlastung für die Verbraucher, nachdem eine historische weltweite Versorgungsstörung die Kraftstoffkosten monatelang in die Höhe getrieben hatte.Der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) der Öl-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) gab am Donnerstag deutlich um 3,4 Prozent auf 74,18 Dollar (64,43 Euro) nach. Die Nordseesorte Brent sank um 3,02 Prozent auf 77,15 Dollar je Barrel.Trump reagierte auf US-Presseberichte, in denen von zu großen Zugeständnissen Washingtons an Teheran die Rede ist. Selbst der Trump sonst so wohlgesonnene Nachrichtensender Fox News hatte Kritiker zitiert, denen zufolge das Rahmenabkommen „große finanzielle Vorteile“ für den Iran beinhaltet, ohne von Teheran die Beseitigung seines Atomprogramms zu verlangen. Obwohl die US-Regierung die Vereinbarung als Durchbruch darstelle, seien Kritiker der Ansicht, „dass die dem Iran angebotenen Zugeständnisse die im Gegenzug erzielten Verpflichtungen bei weitem überwiegen“, berichtete Fox.Lesen Sie auchTrump und der iranische Präsident Massud Peseschkian hatten am Mittwochabend separat ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnet, den die USA und Israel Ende Februar mit Angriffen auf den Iran begonnen hatten.Lesen Sie auchArmin Laschet, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, bezeichnete das Iran-Abkommen als unzureichend. „Das, was auf dem Tisch liegt, ist kein zufriedenstellendes Abkommen“, sagte Laschet dem TV-Sender Phoenix. Trump habe keines seiner Ziele erreicht.Die Einigung auf das Rahmenabkommen war international mit großer Erleichterung aufgenommen worden. Allerdings sollen schwierige Fragen – unter anderem zur Zukunft des iranischen Atomprogramms – erst nach der Unterzeichnung in Angriff genommen werden. Dafür ist eine 60-tägige Verhandlungsperiode vorgesehen.Das iranische Raketenprogramm soll nach Aussage der Regierung in Teheran nicht Gegenstand der geplanten Verhandlungen über eine dauerhafte Friedenslösung sein. „Unsere Raketen mögen es überhaupt nicht, wenn irgendjemand über sie spricht“, sagte der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei im Staatsfernsehen seines Landes. „Die iranischen Raketen sind zum Abfeuern da, nicht für Verhandlungen.“dpa/nw
Iran: „Diese Dummköpfe“, wettert Trump nach Kritik am Deal - WELT
Nach dem Abschluss des Iran‑Rahmenabkommens attackiert Donald Trump US‑Medien scharf und weist Vorwürfe zu großen Zugeständnissen zurück. Als Gegenbeweis führt der US-Präsident die Börse an.







