Rapperin Ikkimel sorgt mit ihrem neuen Album „Poppstar“ für Furore. Ist ihr Partysound Ausdruck weiblicher Selbstbestimmung oder plumpe Provokation?
Ist das noch Berlin, oder schon L.A.: Ikkimel
Jonas Unden
Kaum eine Frau in Deutschland wird von einer bestimmten männlichen Klientel so gehasst wie die Rapperin Ikkimel. In den sozialen Medien wird der Popstar aus Berlin-Tempelhof regelmäßig als hässlich und untalentiert beleidigt. Die 29-Jährige erhält auch Hassnachrichten, in denen ihr mit Vergewaltigung, ja sogar Mord gedroht wird. Viele Frauen, die in der Öffentlichkeit stehen, kennen das Phänomen. Aber Ikkimel scheint Männer ganz besonders in Rage zu bringen.
Ihre Musik provoziert. Bekannt wurde die Rapperin mit „Keta und Krawall“, einem Rapsong, in dessen Reimen es um die Partydroge Ketamin geht, in dem sie ihre „prallen Titten“ und ihren „runden Arsch“ besingt und nebenbei auch erwähnt, einen Mann zu ihrem „Wau Wau“ – also Hund – zu machen.










