Bei kaum einer Künstlerin gehen die Meinungen derzeit so weit auseinander wie bei Ikkimel. Während die einen die Berliner Rapperin für ihre unangepasste Art, ihre provokanten Texte, ihre offen gelebte Sexualität feiern und sie als wichtige feministische Stimme verstehen, überschreitet sie für die anderen immer wieder die Grenzen des guten Geschmacks. Nun stand die 29-jährige Künstlerin im „ZDF-Morgenmagazin“ auf der Bühne und sorgte am Montagmorgen um 8.55 Uhr für verblüffte Gesichter auf den Rängen des orange-rot beleuchteten Studios.
Aufgerissene Augen, Stirnrunzeln, verhaltenes Lächeln
„Sie ist der Superstar ihrer Generation, sie führt die Charts an und sie polarisiert wie kaum eine Zweite“, kündigte ZDF-Moderator Andreas Wunn Ikkimel an, der selbst nach einem kurzen Einspieler über seinen Gast sichtlich peinlich berührt wirkte. „Eine Künstlerin, zu der alle eine Meinung zu haben scheinen“, ergänzte Co-Moderator Philip Wortmann einleitend.
Bei ihrem Auftritt performte Ikkimel passend zur Fußball-WM ihren aktuellen Song „Fußballmänner“, in dem sie Fußballklischees, Sex und Rollenbilder miteinander vermischt. Sie flirtet offensiv mit namhaften Fußballspielern, sexualisiert zugleich männliche Fans und spielt mit bewusst zugespitzten Provokationen. Immer wieder sind sexuelle Wortspiele wie „Latten-Kracher“ oder „Mertes-Sucker“ zu hören, im Refrain ertönt es dann: „Fußballmänner, alles Penner“. Für ihren Auftritt im „Morgenmagazin“ trug die Rapperin einen gewohnt kurzen Jeansrock, der je nach Einlage ihr Gesäß bedeckte (oder auch nicht), ein bauchfreies gelbes Top und weiße Stilettos mit kniehohen Strümpfen. Um ihren Hals baumelte eine Trillerpfeife.











