Für all jene, die sich immer dann, wenn sie zufällig im Programm von ARD oder ZDF hängen bleiben, zuverlässig erschrecken, hielt das öffentlich-rechtliche Fernsehen diese Woche eine Sternstunde der kulturellen Kollision parat. Die Berliner Rapperin Ikkimel, laut ZDF bekannt für „Sex, Drogen und jede Menge Selbstbestimmung“ und ihren provokanten „Fotzenstyle“, sorgte mit einem Live-Auftritt für reichlich Diskussionen im Netz: „Ikkimel irritiert“, „Schockstarre beim ZDF-Publikum“, „Peinliche Aktion“, „Das passiert mit unseren Gebühren!“, hieß es da. Der Grund: Mutter Ikkis Song über „Fußballmänner“ („alles Penner“) war mit seinen naheliegenden Anzüglichkeiten – „Lattenkracher“, „Mertes-Sucker“ – und Techno-Gewummse offensichtlich zu wild für die noch etwas verschlafene MoMa-Gemeinde. Dazu kam, dass Ikkimel während ihrer Tattoo-Minirock-Playbackshow ob der ratlosen Blicke der Senioren und Kinder im Publikum selbst lachen musste. Wer der Anwesenden verstand hier wen oder was nicht mehr?
Ikkimel im ZDF-Morgenmagazin: „Das passiert mit unseren Gebühren!“
Fotzenrapperin Ikkimel tanzt im Putzlicht des ZDF-MoMa. Wer verstand bei dieser kulturellen Kollision wen oder was nicht mehr?











