Endlich endet der sinnlose Krieg zwischen Iran und den USA, der das Regime womöglich noch stabilisiert hat. Vieles ist noch unklar, trotzdem ist es ein Grund zum Aufatmen.
Unterschrift in historischer Kulisse: Donald Trump ist in Gedanken schon woanders, während Präsident Macron ihm das Schloss zeigt
Anna Moneymaker/Pool Getty
O b der US-Präsident wusste, welche Assoziationen die geschichtsträchtige Kulisse weckt? Ausgerechnet in Versailles setzte Donald Trump seine Unterschrift unter das Rahmenabkommen, das den Irankrieg beenden soll. Und so, als wäre es 1919, fielen manche Reaktionen aus: Kritiker auch hierzulande sprachen von „Katastrophe“ und „Kapitulation“. Die Falken und Kriegstreiber sind enttäuscht, denn sie hatten sich zu viele Illusionen gemacht.
Noch sind viele der Fragen offen, über die in den nächsten 60 Tagen in der Schweiz verhandelt werden soll. Die Zukunft des iranischen Atomprogramms ist unklar, auch über sein Raketenprogramm will Teheran nicht verhandeln. Unklar ist ebenso, ob Trump Israels Premier Benjamin Netanjahu dazu bewegen kann, seine Truppen aus dem Süden des Libanons abzuziehen, wie es das Abkommen vorsieht. Klar ist aber, dass dessen hochfliegende „Regime Change“-Fantasien nun zerschellt sind. Es waren Luftschlösser, in die sich Schah-Sohn Reza Pahlavi und seine Anhänger schon eingerichtet hatten.










