Der Atem ist schon zu hören, während die Leinwand noch schwarz ist. Unregelmäßig, um Rhythmus ringend, ein bisschen rasselnd, schließlich ein letzter Seufzer aus der Seelentiefe. Viel lässt sich erzählen, nur über den Atem, er kann ruhig und gelassen fließen, aber auch unruhig und ruckartig ausgestoßen werden. Er kann mit Sorge, Schmerz, Angst und Panik aufgeladen sein, oder auch mit Wohlbehagen, sinnlichem Genuss, mit Leidenschaft. Hier sind es die letzten Atemzüge einer nicht sonderlich alten Frau, kein dramatischer Todeskampf, sondern eher ein leiser, fast gelassener Abschied, ein Aushauchen des Lebens.
„Sechswochenamt“ im Kino: Meine Mama ist tot, was mach’ ich denn jetzt?
Eine Tochter ist allein mit dem Schmerz und der Bürokratie, die der Tod verursacht. Jacqueline Jansen hat um ihren Film gekämpft. Das hat sich gelohnt.






