Wer Filme macht, braucht Geld. Wer Geld braucht, muss Filme machen, die genügend Menschen sehen wollen, also irgendwann heraustreten aus dem Kosmos von Filmfestivals und Jury-Sichtungen. Der erste Langfilm der österreichischen Regisseurin Sandra Wollner, „Das unmögliche Bild“ (2016), gewann unter anderem den Preis der deutschen Filmkritik, ihr zweiter, „The Trouble With Being Born“ (2020), den Spezialpreis der Jury in der Encounters-Reihe der Berlinale. Die gab es in Berlin von 2020 bis 2024, als das mangels internationaler Regiestars ohnehin arthousiger gewordene Festival sich kurzfristig eine extra-arthousige Sektion neben dem Wettbewerb schuf. Es war ein Film über ein Robotermädchen und sexuellen Roboterkindesmissbrauch, kunstvoll inszeniert, leider wohl zu andeutungsreich, zu implizit, um auf der Erfolgswelle des Indie-Horrors mitzuschwimmen.
Darf man von diesem Film genervt sein? "Everytime" von Sandra Wollner - Rezension
Wollners Filme werden von Jurys bejubelt. „Everytime“, ein Film über eine trauernde Mutter, ertrinkt aber im eigenen Kunstanspruch.






