Der Spezialchemiekonzern Evonik weitet den Konzernumbau mit einem weiteren Stellenabbau noch einmal aus. „Die weltpolitische Lage ist unsicher und das wirtschaftliche Wachstum ist anhaltend schwach“, sagte Vorstandschef Christian Kullmann (57) am Donnerstag laut Mitteilung. Zugleich werde der internationale Wettbewerb immer härter.Vorstand und Sozialpartner hätten sich auf Maßnahmen verständigt, die sämtliche Geschäfts- und Verwaltungseinheiten weltweit einbeziehen würden, teilte der MDax-Konzern in Essen mit. Dazu zählt auch ein weiterer Stellenabbau. Von 2027 bis Ende 2029 sollen insgesamt 3200 Stellen wegfallen, davon 2150 in Deutschland. Evonik sieht dafür erhebliches Potenzial durch gesteigerte Effizienz, Digitalisierung und Outsourcing. Bis Ende 2026 sollen bereits durch laufende Spar- und Effizienzprogramme rund 2800 Stellen wegfallen. Die Aktie gab daraufhin rund 2,5 Prozent nach.
„Der Stellenabbau wird auch künftig sozialverträglich gestaltet“, sagte Personalvorstand Thomas Wessel. Die Details dazu sollen in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden.Polyester-Geschäft eingestelltZudem kündigte der Chemiekonzern an, das Polyester-Geschäft mit einem Jahresumsatz von rund 150 Millionen Euro einzustellen. Das Geschäftsfeld sei seit Jahren nicht mehr profitabel, hieß es. Der Standort Witten mit 266 Beschäftigten werde 2027 geschlossen. Am Standort Marl sollen 45 Stellen wegfallen, in der Produktionsanlage im chinesischen Shanghai 35 Stellen.








