PfadnavigationHomeSportFußballWMEnglands Trainer„Ich flehe die Fifa an“, sagt der genervte TuchelStand: 09:46 UhrLesedauer: 3 MinutenDie englische Nationalmannschaft gewinnt ihr Auftaktspiel gegen Kroatien. Beide Teams liefern sich einen packenden Schlagabtausch, Traumtore und ein dramatischer Elfmeter inklusive. Sehen Sie die Highlights der Partie hier im Video.Das Duell zwischen England und Kroatien verläuft spektakulär und ist die bis dato beste Partie bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Nur von einer Sache ist Trainer Thomas Tuchel extrem genervt.Das erste WM-Spiel seiner Karriere war für Thomas Tuchel „sehr emotional“ und am Ende auch erfolgreich – doch eine Sache störte Englands Trainer gewaltig. „Ich flehe die Fifa an, die Position der Fotografen während der Nationalhymnen zu ändern“, sagte der 52-Jährige nach dem 4:2-Sieg im ersten Gruppenspiel im Stadion von Dallas gegen Kroatien.„Es war ein sehr spezieller Moment, und ich habe vor einer Mauer von 50 Fotografen gestanden, einen halben Meter entfernt, und ich konnte keinen einzigen Spieler sehen“, erklärte der deutsche Coach der Three Lions: „Und das hat das Erlebnis ein bisschen ruiniert.“Ansonsten war Tuchel aber natürlich glücklich über den Auftaktsieg, der seine fast schon kindliche Freude über das WM-Erlebnis nochmals verstärken dürfte – und bei Tuchel die Erinnerungen an den Beginn seiner Laufbahn als Coach weckte. „Als ich jung war und selbst mit dem Coachen anfing, war so eine Karriere zu weit weg, um überhaupt davon zu träumen“, meinte er. „Ich bin jedem sehr dankbar, der mir auf diesem Weg geholfen hat.“Natürlich danke er seiner Familie und seinen Freunden, „aber auch jedem Kollegen, der mir vertraut und mich unterstützt hat – man schafft das nie allein. Und dann, Schritt für Schritt, fängt man an, ein bisschen größer zu träumen. Als U14-Trainer träumt man davon, irgendwann vielleicht U19-Trainer zu sein. Und dann gibt dir jemand eine verrückte Chance. Und am Ende landet man im Profifußball.“Jetzt könne er verstehen, „was es bedeutet, Teil einer Weltmeisterschaft zu sein. Ich will nirgendwo anders auf der Welt sein als hier“, erklärte der frühere Bundesligacoach (FSV Mainz, Borussia Dortmund, FC Bayern) nach dem bislang besten Spiel der globalen Titelkämpfe in den USA, Mexiko und Kanada. Die Partie mit sechs Toren gegen den WM-Dritten von 2022 war spektakulär. Klarer Auftrag aus der HeimatSuperstürmer Harry Kane bescherte England dabei einen perfekten Start. Der Kapitän war mit einem Doppelpack der entscheidende Mann beim ereignisreichen Sieg im ersten Gruppenspiel. Der Auftrag aus der Heimat an die Three Lions ist klar: 60 Jahre nach dem bislang einzigen Triumph soll der zweite WM-Titel her. Kane war im Dallas-Stadion mit einem Foulelfmeter im zweiten Versuch (12. Minute) und mit einem wuchtigen Kopfball (42.) erfolgreich. Mit seinen WM-Toren neun und zehn zog der Profi von Bayern München mit Englands bisherigem Rekordhalter Gary Lineker gleich. Jude Bellingham (48.) und Marcus Rashford (85.) erzielten die weiteren Tore für den Turnier-Mitfavoriten. Für Kroatien konnten Martin Baturina (36.) und Petar Musa (45.+5) zwischenzeitlich zweimal ausgleichen. Lesen Sie auchTuchel wirkt aktuell trotz des Titeldrucks aus England entspannter als zum Beispiel oft während seiner Zeit beim FC Bayern. Als er bei der Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Kroatien von einer kolumbianischen Reporterin mit „Professor“ angesprochen wurde, bedankte er sich lächelnd bei ihr. jb mit dpa