Startseite
Unternehmen
Industrie
Dax-Konzern: Bayer erzielt wichtigen Erfolg im Streit mit Glyphosat-Klägern Der außergerichtliche Vergleich über 7,25 Milliarden Dollar wird nun doch nicht im Bayer-kritischen Kalifornien geprüft. Damit erhöhen sich die Chancen für den Dax-Konzern. Die Aktie steigt.
Bert Fröndhoff 17.06.2026 - 18:06 Uhr Artikel anhörenBayer in Leverkusen: Die Klagen in den USA belasten den Konzern schwer. (Archivbild) Foto: Oliver Berg/dpaDüsseldorf. Bayer kann bei der geplanten außergerichtlichen Einigung mit Zehntausenden Glyphosat-Klägern in den USA einen wichtigen Erfolg verbuchen. Einzelne Klägerkanzleien sind mit dem Vorstoß gescheitert, das Verfahren nach Kalifornien zu verlagern und dort überprüfen zu lassen, was für die Leverkusener nachteilig gewesen wäre.Denn dort wäre Bayer auf einen Bundesrichter gestoßen, der als sehr unternehmenskritisch gilt und vor fünf Jahren schon Bayers ersten Versuch einer außergerichtlichen Einigung verworfen hatte. Zunächst hatte eine kleinere Klägerkanzlei Anfang Juni Erfolg mit dem Antrag, den aktuellen Einigungsplan an das kalifornische Gericht weiterzuleiten.Diese vorläufige Entscheidung wurde am Mittwoch wieder gekippt. Damit geht das Vergleichsverfahren zurück an das zuständige Gericht im US-Bundesstaat Missouri, das den Vergleich im Frühjahr bereits vorläufig genehmigt hatte. Für Bayer gibt es in dem Verfahren damit eine juristische Hürde weniger.Der Erfolg des außergerichtlichen Vergleichs ist entscheidend für den Plan der Leverkusener, bis Jahresende die Risiken durch die Glyphosatklagen in den USA signifikant zu senken. Derzeit sind noch mehr als 60.000 Klagen anhängig, die mit dem 7,25 Milliarden Dollar schweren Vergleich aus der Welt geschafft werden sollen.Die Kläger machen die Verwendung des Unkrautvernichters Glyphosat unter dem Markennamen Roundup für ihre Krebserkrankung verantwortlich.Kurssprung der Bayer-AktieDie Bedeutung dieses juristischen Siegs zeigte sich auch an der Reaktion der Bayer-Aktie: Der Kurs stieg gegen Handelsende in Frankfurt um sieben Prozent auf 38,40 Euro.Bill Anderson: Der Bayer-Chef will die Klagerisiken bis Ende 2026 eindämmen. Foto: REUTERS„Diese Entscheidung überträgt die Zuständigkeit für den Sammelvergleich zurück an das Gericht in Missouri, bei dem die allermeisten Klagen zu Roundup anhängig sind“, teilte Bayer am Mittwoch mit. „Die Entscheidung schafft die dringend benötigte Klarheit für alle Parteien und ermöglicht, dass das Genehmigungsverfahren dort fortgesetzt werden kann.“ Verwandte Themen BayerUSALandwirtschaftDie Chancen, dass der Vergleich genehmigt wird, sind zwar gestiegen – eine endgültige Entscheidung darüber wird es aber erst am 9. Juli nach einer Anhörung vor dem Gericht in Missouri geben. Alle beteiligten großen Klägerkanzleien unterstützen den Vergleich mit Bayer, einzelne Anwälte sehen die Verfahrensdetails kritisch.Bis Anfang Juli dürfte auch das höchstrichterliche Urteil des US Supreme Court zu den Glyphosat-Klagen vorliegen. Dieses Verfahren ist das zweite wichtige Element in Bayers Strategie zur Eindämmung der Klagerisiken. Sollten die Richter vorteilhaft für die Leverkusener und deren Tochter Monsanto entscheiden, könnte dies einem Großteil der Klagen die rechtliche Grundlage entziehen. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt








