Der Fischer Verlag sucht die Reibungsenergie mit Autorinnen und Autoren und zieht nach Berlin. Verbunden ist das mit einem Bekenntnis zur Literatur.
Die Fassade des Hauses der S. Fischer Verlage in Frankfurt
Helmut Fricke/dpa
Eine Gedenktafel in der einst reichen, dann lange heruntergekommenen Ecke der Berliner Bülowstraße konnte einem auf Spaziergängen Anlass zum Wundern geben. „In diesem Haus befand sich ab 1897 der S. Fischer Verlag“, steht drauf. Huch, dachte man, Fischer? Sitzt doch in Frankfurt. Tut der Verlag auch, aber erst seit dem Zweiten Weltkrieg. Gegründet wurde das traditionsreiche Haus in Berlin. Und dort will es jetzt auch wieder hin, eine passende Immobilie muss allerdings erst noch gefunden werden. Die angespannte Mietenlage kennen die Fischer-Leute allerdings, sie haben ja schon ein großes Büro in Mitte.
Aus Frankfurt kamen zu diesem Umzug erwartbare Reaktionen. Die Kulturdezernentin Ina Hartwig äußerte sich erschüttert, die FAZ ist angefressen, vor einigen Jahren musste Frankfurt schließlich auch schon den Wegzug von Suhrkamp verkraften.










