Macron: „Ich habe Präsident Trump immer vertraut“ Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den G-7-Gipfel in Évian als einen großen Erfolg bezeichnet. Es sei ein „tiefgreifender Wendepunkt“ in der Art und Weise, wie die USA bereit sind, mit der EU zusammenzuarbeiten, um die Ukraine zu unterstützen. Alle teilnehmenden Staaten hätten „die territoriale Integrität der Ukraine“ anerkannt. Er sprach von einem „Évian-Moment“ und betonte das „gemeinsame Engagement“ der G 7, um der Ukraine zu helfen. Auf die Frage einer Journalistin, wie sich das Verhältnis Macrons zu Trump gewandelt habe, antwortete der französische Präsident: „Ich habe Präsident Trump immer vertraut.“ Bericht: EU hat „kurze Kontakte“ nach Moskau aufgenommenDas Büro von EU-Ratspräsident António Costa hat in den vergangenen Wochen direkten Kontakt zum Kreml aufgenommen. Es seien „kurze Kontakte“ auf diplomatischer Ebene geknüpft worden, um „Kommunikationskanäle zu öffnen“, teilte ein EU-Beamter am Mittwoch nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP mit. Dabei sei aber nichts Inhaltliches besprochen worden, fügte er hinzu.Die europäischen Verbündeten der Ukraine diskutieren seit Längerem darüber, Verhandlungen mit Russland über ein Ende des Ukrainekriegs aufzunehmen. Bei einem Treffen in London sprachen sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien Anfang Juni für direkte Waffenruhe-Gespräche zwischen Moskau und Kiew aus. Die Europäer wollen dabei den bisher von den USA geleiteten Verhandlungsprozess „aufnehmen und weiterführen“, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius es formulierte. Das Thema soll beim EU-Gipfel am Donnerstag besprochen werden. Ein Diskussionspunkt ist in diesem Zusammenhang, wer bei einem solchen Prozess die Europäer vertreten sollte. Moskau und Minsk werfen Kiew Angriff auf Kinderfußballmannschaft vorRussland und Belarus werfen der Ukraine vor, im westrussischen Gebiet Brjansk einen Bus mit einer belarussischen Kinderfußballmannschaft mit einer Drohne angegriffen zu haben. Dabei wurden nach Behördenangaben am Mittwoch eine Begleiterin getötet und acht Personen verletzt, unter ihnen sechs Kinder. Während beide Länder von einem ukrainischen „Terroranschlag“ sprechen, weist Kiews Militär die Vorwürfe zurück. Man habe zur fraglichen Zeit keine Drohnen gegen Ziele im Brjankser Gebiet eingesetzt, sagte ein Sprecher des ukrainischen Generalstabs dem exilbelarussischen Portal Zerkalo.io. Es handele sich um eine „weitere informationelle Provokation des Kremls“, der seine Kriegsziele nicht erreiche, hohe Verluste verzeichne und daher „immer häufiger zu informationellen Manipulationen und zur Fabrikation von Anschuldigungen gegen die Ukraine greift“. Den russischen Angaben zufolge war der Bus aus dem ostbelarussischen Gomeler Gebiet nach Gelendschik unterwegs. Diese Stadt liegt an der russischen Schwarzmeerküste und ist im Jahr 2021 international zu größerer Bekanntheit gelangt, als der Oppositionelle Alexej Nawalnyj Präsident Wladimir Putin einen Palast nebst Weingut in ihrer Nähe zuordnete. An Bord des belarussischen Busses sollen 44 Passagiere gewesen sein, unter ihnen 28 Kinder, die laut dem Portal „Times.by“ Sportschulen in den Städten Gomel und Retschiza besuchen und in den Jahren 2014 und 2015 geboren wurden. „Wir verurteilen den Angriff auf einen zivilen Bus, der belarussische Staatsbürger, unter ihnen Kinder, entschieden“, teilte das belarussische Außenministerium mit. Es handele sich um „einen neuerlichen Terroranschlag“ gegen die Zivilbevölkerung. Damit echote das Minsker Ministerium die Darstellung Russlands, wo unter anderen Putins Sprecher einen „Terroranschlag“ ausmachte, „den das Kiewer Regime im Brjansker Gebiet angerichtet hat“. Das belarussische Außenministerium forderte von der ukrainischen Seite umfassende Erklärungen zu dem Vorfall, deutete aber auch Kritik an daran an, dass die Mannschaft offenbar überhaupt im Brjansker Gebiet unterwegs war. Dieses grenzt an die Ukraine. In der Gegend kommt es oft zu Angriffen des ukrainischen Militärs, die den Nachschub der russischen Invasoren behindern sollen, indes immer wieder auch zivile Opfer fordern. Es gelte, so das belarussische Ministerium, „die Ausreise von Bürgern in Konfliktgebiete, Gebiete mit Kampfhandlungen und angrenzende Regionen unbedingt auszuschließen“. Ukraine: Haben Tanker der russischen Schattenflotte attackiert Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben einen Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen ⁠Meer angegriffen. Bei dem Schiff handele es sich um den Tanker „FINA A“, teilt der ukrainische Generalstab auf dem Nachrichtendienst Telegram mit. Das Ziel sei erfolgreich getroffen worden, das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt. Zudem seien zwei Straßenbrücken in von ‌Russland besetzten Gebieten attackiert worden. Dabei handele es sich um eine Straßenbrücke über den Nord-Krim-Kanal nahe der Siedlung Stawky sowie eine weitere Brücke nahe Wojinka im besetzten Teil der südlichen Region Cherson. Ausnahmeregelung zu amerikanischen Russlandsanktionen ausgelaufenDie Gültigkeit einer Ausnahmeregelung zu gelockerten amerikanischen Sanktionen gegen russisches Öl ist abgelaufen. In der Nacht zu Mittwoch endete die im entsprechenden Dokument des Finanzministeriums festgelegte Periode, innerhalb der Sanktionen auf Eis gelegt waren. Es blieb unklar, ob die USA eine weitere Verlängerung der Ausnahme planen. US-Präsident Donald Trump hatte auf dem G-7-Gipfel am Genfer See in Aussicht gestellt, dass die USA zu Ölsanktionen gegen Russland, die auf Eis gelegt worden waren, zurückkehren. Er begründete es damit, dass Öl wieder fließe. Er legte sich aber nicht auf einen möglichen Zeitpunkt fest. Vanessa AngermannRussische Luftangriffe auf Saporischschja setzen Wohnblock in FlammenBei russischen Luftangriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine hat es in der Nacht nach Behördenangaben mindestens ein Todesopfer und sieben Verletzte gegeben. Wegen russischer Drohnen im Luftraum galt am Morgen eine Warnung vor weiteren Einschlägen für die Bevölkerung, wie die Nachrichtenseite „The Kyiv Independent“ berichtete. Laut Militärgouverneur Iwan Fedorow sei vor allem zivile Infrastruktur beschädigt worden und ein mehrstöckiger Wohnblock in Flammen aufgegangen.Nach Polizeiangaben sei ein Mann – das einzige Todesopfer – getötet worden, als eine von Dutzenden russischen Drohnen sein Auto getroffen habe, hieß es in dem Bericht. Ziel der Luftangriffe war demnach ein Wohngebiet, auch die örtliche Universität und ein Einkaufszentrum sollen beschädigt worden sein.Vanessa AngermannG7 wollen mit neuen Sanktionen Druck auf Russland erhöhenDie USA und die anderen G-7-Staaten wollen mit zusätzlichem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukrainekrieges intensivieren. In einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs vom Gipfeltreffen im französischen Évian heißt es, man werde die Sanktionen verschärfen, auch im Öl- und Gassektor. Zudem habe man vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungskapazitäten auszuweiten. „Alle G-7-Partner werden den Druck auf Moskau erhöhen, auch durch Sanktionen. Das setzt einen neuen Ton, auch in der ‌transatlantischen Einigkeit und Entschlossenheit“, sagte Merz am Mittwoch am Rande des Gipfels in Évian, den er als Erfolg bezeichnete. ‌Erstmals seit ‌dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump sei es gelungen, wieder eine gemeinsame Stellungnahme der wichtigsten westlichen Industriestaaten zu verabschieden. Mit dem Ausbau der Unterstützung soll nach Angaben der G 7 die neue Dynamik unterstützt werden, die in den vergangenen Monaten durch ukrainische Fortschritte an der Front entstanden ist.Neben zusätzlichen Waffen versprechen die G-7-Staaten der Ukraine in der Erklärung auch zusätzliche Unterstützung, um den kommenden Winter zu bewältigen. Darüber hinaus sichern sie dem Land zu, die Vergabe von Lizenzen für eine Steigerung der militärischen Produktion zu prüfen.Irem YildirimUkraine: Zwei Tote bei Absturz eines MilitärflugzeugsBeim Absturz eines ukrainischen Bombers im Westen der ​Ukraine kommen die beiden Besatzungsmitglieder ums Leben. Das Flugzeug vom Typ Su-24M sei in der Region Chmelnyzkyj während eines Einsatzes abgestürzt, wie die ukrainische Luftwaffe auf Telegram mitteilt. Am Boden gibt ⁠es demnach keine Verletzten. Rettungskräfte seien an der Absturzstelle im Einsatz, die Unfallursache werde untersucht. Irem YildirimMindestens acht Tote bei russischen Luftangriffen in der Ukraine Bei russischen Luftangriffen im Süden und Osten der Ukraine sind den ukrainischen Behörden zufolge am Dienstag mindestens acht Menschen getötet worden. Bei einer Drohnenattacke auf ein Auto in der Region Dnipropetrowsk habe es drei Todesopfer gegeben, erklärte der örtliche Gouverneur Oleksandr Hanscha. Die russische Armee habe mit Drohnen Zivilisten angegriffen, die „auf einer Straße unterwegs waren“.Beim Beschuss von Wohngebieten in der Stadt Slowjansk in der Region Donezk kamen drei weitere Menschen ums Leben, wie der dortige Bürgermeister Vadym Liach mitteilte. Zwei weitere Tote gab es laut Behördenangaben durch Drohenbeschuss in der südlichen Region Cherson. Hier wurden demnach weitere 16 Menschen verletzt. Irem YildirimTrump kündigt weiteres Treffen mit Selenskyj bei G-7-Gipfel an US-Präsident Donald Trump will sich auf dem G-7-Gipfel ein weiteres Mal mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Ob es sich um ein Zweiergespräch handelt oder weitere Teilnehmer dabei sein werden, ließ Trump bei seiner Ankündigung offen. „Russland sollte eine Einigung erzielen“, sagte Trump zum Ukrainekrieg. Ein weiteres Treffen mit Trump am Mittwoch sei möglich, bestätigte Selenskyj später gegenüber Journalisten. Auf seinem Telegramkanal veröffentlichte er Bilder eines Gesprächs mit Trump und US-Außenminister Marco Rubio. Irem YildirimKreml: Keine Einladung zu Treffen mit Selenskyj erhalten Der Kreml weiß nach eigenen Angaben nichts über den Vorschlag eines Treffens zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj. Beim Telefonat zwischen Putin und US-Präsident Donald Trump am Sonntag zu dessen 80. Geburtstag sei die Möglichkeit eines Treffens am Rande des G-7-Gipfels nicht besprochen worden, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow.Auf die Frage, ob so ein Treffen überhaupt möglich sei, antwortete Uschakow ausweichend: „Niemand ist mit diesem Vorschlag an uns herangetreten.“ Selenskyj hatte Putin zuerst Anfang Juni zum Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg in einem offenen Brief ein Treffen auf neutralem Boden vorgeschlagen. Die Offerte hatte Putin abgelehnt, den Ton als unverschämt zurückgewiesen. Später sagte Selenskyj, in Absprache mit dem Bund der westlichen Industrienationen G 7 sei Moskau sei ein Treffen in Frankreich angeboten worden – auch das habe der Kreml abgelehnt. Deswegen habe er mit Trump bei einem Telefonat nun die Möglichkeit einer direkten Zusammenkunft mit Putin in den USA besprochen, teilte der Ukrainer zuletzt mit.Sebastian GubernatorMerz: Wir sind bereit zu FriedensgesprächenBundeskanzler Friedrich Merz hat sich nach den Beratungen mit US-Präsident Donald Trump und den anderen G-7-Ländern über den Ukrainekrieg zufrieden gezeigt. „Ich habe ihn sehr kooperativ gesehen und ich habe ihn auch sehr aufmerksam zuhören sehen“, sagte Merz über Trump. Er empfinde einen „gewissen Grad des Optimismus, dass wir als Europäer und Amerikaner gemeinsam den Krieg beenden“. Alle G-7-Partner seien sich einig, den „Druck auf Moskau zu erhöhen, um Russland an den Verhandlungstisch zu bringen“, erklärte Merz. „Wir sind bereit zu Friedensgesprächen.“ Die Gespräche müssten jedoch an einem bestimmten Punkt ansetzen. Dazu zähle etwa, dass Russland die Forderung aufgebe, dass die Ukraine den freien Teil des Donbass aufgeben müsse.Sebastian GubernatorDeutsche Rüstungsfirma Hensoldt will Radare an Kiew liefernDie Unternehmensgruppe Hensoldt hat auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris eine strategische Partnerschaft mit dem ukrainischen Waffenbauer Fire Point geschlossen. Ziel des Abkommens ist laut einer Pressemitteilung die Stärkung der ukrainischen Flugabwehr. „Hensoldt ist für die Produktion, Erprobung und Lieferung von Radarsystemen für das ballistische Raketenabwehrsystem (BMD) verantwortlich und unterstützt deren Integration in das System“, hieß es. Die Radare seien in der Lage, bis zu 1500 unterschiedliche Luftziele zu erkennen und zu verfolgen, teilte Hensoldt mit. Integriert werden sollen die deutschen Radare in das von Fire Point entwickelte Flugabwehrsystem Freyja. „Jetzt können wir vom Konzept zur praktischen Realisierung eines paneuropäischen Abwehrschilds gegen ballistische Raketen übergehen“, kommentierte die Chefin von Fire Point, Iryna Terech, ukrainischen Medien zufolge die geplante Kooperation. Über die Anzahl der Radare und den Wert möglicher Lieferungen gab es zunächst keine Angaben.Sebastian GubernatorRussische Fregatte feuert Warnschüsse auf Yacht im Ärmelkanal Matrosen einer russischen Fregatte haben Warnschüsse auf eine zivile Yacht im Ärmelkanal abgegeben. Die Yacht habe sich ‌zuvor der Fregatte genähert, sagte eine mit dem Vorfall vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. AFP zitierte einen Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums mit den Worten: „Wir untersuchen Berichte über einen Vorfall im Ärmelkanal.“ Nach Informationen der BBC soll die motorlose Yacht bei Nebel auf die Fregatte zugetrieben sein. Das russische Schiff gab demnach vor den Schüssen eine akustische Warnung ab. Das Kriegsschiff soll zu dem Zeitpunkt am späten Vormittag zwischen der britischen Isle of White und der Küste der französischen Region Normandie unterwegs gewesen sein. Die Yacht soll dem russischen Schiff demnach zu nahe gekommen sein. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte später den Vorfall. Die Yacht habe auf mehrere Kontaktversuche nicht reagiert und die Distanz immer weiter verringert. Bei einer Entfernung von 150 Metern habe der Kapitän der Fregatte dann den Befehl zum Eröffnen der Warnschüsse gegeben. „Die Besatzung der Fregatte „Admiral Grigorowitsch“ hat in strenger Übereinkunft mit den international geltenden Schifffahrtsregeln gehandelt und alles getan, um den Vorfall zu verhindern“, betonte das Ministerium in Moskau. Laut dem britischen „Guardian“ soll es keine Meldung zu Verletzten oder Schäden gegeben haben.Am Sonntag hatte das britische ​Militär einen mit ⁠Sanktionen belegten Öltanker der russischen Schattenflotte im Ärmelkanal geentert. Es war ​der erste Einsatz dieser Art, der ⁠darauf abzielt, russische Einnahmen ‌aus Ölgeschäften zu unterbinden, mit denen die Regierung in Moskau ihren Krieg ⁠in der Ukraine finanziert. Am ⁠Montag hatte die Marine mitgeteilt, zwei ⁠britische Schiffe ​hätten ⁠die Admiral ​Grigorowitsch im Ärmelkanal westlich von Brest ‌in Frankreich beschattet.Trump will Sanktionen gegen russisches Öl wieder in Kraft setzenUS-Präsident Donald Trump will ausgesetzte Sanktionen gegen russische Öl-Exporte wieder in Kraft setzen. Die USA würden „bald in der Lage sein“, dies zu tun, sagte Trump am Dienstag beim G-7-Gipfel im französischen Évian. Er verwies dabei darauf, dass durch die Einigung mit Iran „jetzt das Öl wieder fließt“, das aus der Golfregion über die Straße von Hormus auf den Weltmarkt kommt.Die USA hatten wegen der Sperrung der Straße von Hormus im Irankrieg und der darauf stark gestiegenen Ölpreise die gegen Russland wegen des Ukrainekrieges verhängten Sanktionen vorübergehend gelockert. Russland konnte seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft in der Folge nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) dadurch zeitweise nahezu verdoppeln.Mehr ladenTickarooLive Blog Software