PfadnavigationHomePolitikAuslandUkraine-Krieg„Russland kann diesen Krieg militärisch nicht gewinnen“, sagt die BundesregierungStand: 13:38 UhrLesedauer: 3 MinutenBeim G-7-Gipfel in Évian zeigt sich US-Präsident Donald Trump überraschend offen für eine härtere Haltung gegenüber Russland. WELT-Reporterin Dorothea Schupelius sieht darin einen Erfolg für die Ukraine, betont jedoch, dass offen bleibt, ob Trump diese Position auch langfristig beibehält.Die Bundesregierung sieht Russland im Ukraine-Krieg zunehmend unter Druck und hält neue Friedensgespräche für wahrscheinlicher. Gleichzeitig sichern die G-7-Staaten der Ukraine weitere militärische und wirtschaftliche Unterstützung zu.Die schwindenden militärischen Aussichten Russlands im Ukraine-Krieg machen nach Einschätzung der Bundesregierung Friedensverhandlungen wahrscheinlicher. „Russland kann diesen Krieg militärisch nicht gewinnen. Das wird immer deutlicher“, sagt ein Regierungssprecher in Berlin. Die Bundesregierung wolle gemeinsam mit den G-7-Partnern diese Dynamik nutzen, um einen neuen Anlauf für ernsthafte Friedensgespräche zu nehmen. Russland zeige bisher jedoch keine Verhandlungsbereitschaft.Bundeskanzler Friedrich Merz sagte derweil am Rande des Gipfels im französischen Évian: „Alle G-7-Partner werden den Druck auf Moskau erhöhen, auch durch Sanktionen. Das setzt einen neuen Ton, auch in der transatlantischen Einigkeit und Entschlossenheit.“Zugleich sprach Merz von einer nötigen deutlichen Erhöhung der Rüstungsproduktion in Europa. Mit Blick auf die in der G-7-Erklärung erwähnte Kooperation der Rüstung für die Ukraine sagte er: „Da geht es in der Tat um umfassende Lizenzerteilungen auch von amerikanischen Unternehmen an europäische Hersteller.“ Er sei US-Präsident Donald Trump dankbar, der ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft gezeigt habe. „Wir alle haben das Problem, dass wir zurzeit zu wenig produzieren und das kann durch Lizenzerteilungen an Unternehmen ausgeglichen werden, die diese Produktionskapazitäten haben und das sind eben auch europäische und das sind auch ukrainische“, fügte Merz hinzu.Lesen Sie auchDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte derweil mit, die Ukraine habe wichtige Zusagen für weitere Unterstützung in ihrem Abwehrkampf gegen Russland erhalten.Lesen Sie auch„Der G-7-Gipfel in Frankreich hat wichtige Ergebnisse für die Ukraine gebracht“, schrieb Selenskyj am Mittwoch auf der Plattform X. Vor allem sei eine weitere Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung vereinbart worden. „Unsere Partner werden unsere Verteidigung und unsere Widerstandsfähigkeit im Energiebereich unterstützen.“ Selenskyj erklärte zudem, dass neue Sanktionen gegen Moskau verhängt würden.Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 hat der ukrainische Staatschef viel Zeit darauf verwendet, internationale Unterstützung für sein Land zu sichern und den russischen Präsidenten Wladimir Putin diplomatisch zu isolieren. Es wurde erwartet, dass Selenskyj am Donnerstag an einem Gipfeltreffen der Europäischen Union in Brüssel teilnimmt. Am Montag hatte die EU offiziell Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine aufgenommen.Ukrainischem Militär fehlen Patriot-Raketen Die G-7-Staaten gratulierten in einer gemeinsamen Erklärung der Ukraine zu militärischen Erfolgen und sicherten Kiew ihre Unterstützung zu. „Wir würdigen die Ukraine für ihre Widerstandskraft und ihre Fortschritte auf dem Schlachtfeld in den vergangenen Monaten“, hieß es in der Mitteilung. Im Widerstand herrsche nun eine neue Dynamik. Nach Einschätzung westlicher Vertreter und Analysten hat sich die militärische Leistung der Ukraine im Kampf gegen das zahlenmäßig überlegene russische Militär in den vergangenen Monaten deutlich verbessert.Der Ukraine mangelt es jedoch an Patriot-Luftabwehrraketen aus US-Produktion, unter anderem, weil die US-Bestände durch den Krieg gegen den Iran reduziert wurden. In der G-7-Erklärung wurde der Ukraine mehr Hilfe bei der Luftverteidigung zugesagt, ohne jedoch die Art der Waffen zu nennen. Die Staats- und Regierungschefs kündigten zudem an, eine Lizenzvergabe an die Ukraine für die Produktion westlicher Waffen zu prüfen. Kiew hat um Genehmigungen gebeten, Patriot-Raketen selbst herzustellen.Reuters/AP/krö
Ukraine-Krieg: „Russland kann diesen Krieg militärisch nicht gewinnen“, sagt die Bundesregierung - WELT
Die Bundesregierung sieht Russland im Ukraine-Krieg zunehmend unter Druck und hält neue Friedensgespräche für wahrscheinlicher. Gleichzeitig sichern die G-7-Staaten der Ukraine weitere militärische und wirtschaftliche Unterstützung zu.












