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Vor genau 30 Jahren nahm die Geschichte Israels eine Wendung, die die Geschicke des Landes bis heute bestimmt: Im Jahr 1996 wurde Benjamin Netanjahu, der Vorsitzende der rechtsgerichteten Likud-Partei, Premierminister Israels. Er verdankte seinen Sprung an die Macht den „Russen“: Die konfessionelle Partei der Neuankömmlinge aus der ehemaligen Sowjetunion schloss sich seiner Koalition an und veränderte damit die israelische Politik für Jahrzehnte. Die Ironie der Geschichte: Der Erste, der den Wandel, der folgen sollte, voraussah, war Jassir Arafat, der damalige Vorsitzende der Palästinensischen Befreiungsbewegung PLO.
Bereits in einem sehr frühen Stadium der 1995 unterzeichneten Oslo-Abkommen erklärte Arafat dem israelischen Abgeordneten Schabak, es sei notwendig, die Verhandlungen zu beschleunigen, bevor eine Flut dieser Einwanderer eintreffe und die politische Bühne verändere. Genau diese Entwicklung trat ein: Geprägt von dem Regime, dem sie entkommen waren, verachteten sie alles, was mit Kommunismus und Sozialismus zu tun hatte. Sie zahlten einen unverhältnismäßig hohen Preis in der tragischen Serie von Terroranschlägen, die die Oslo-Abkommen begleiteten.








