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Am Freitag, dem 17. Juli, um 5:18 Uhr, hat sich die israelische Knesset gemäß Gesetz 100 Tage vor den Wahlen aufgelöst. Dies ist weitaus mehr als ein bürokratischer Akt. Es ist nämlich bemerkenswert: Die 25. Knesset, die zum Zeitpunkt des Massakers vom 7. Oktober 2023 im Amt war, ist erst die zweite in der Geschichte Israels, die eine volle vierjährige Amtszeit absolviert hat. Zuletzt hatte diese eine Knesset vor 53 Jahren geschafft. Das bedeutet auch, dass Premierminister Benjamin Netanjahu und seine Regierung vom 7. Oktober die volle Amtszeit absolviert haben, wodurch Netanjahu der zweite Premierminister ist, dem dies gelang.
Äußerst ungewöhnlich in der israelischen Politik, ja sogar schockierend selbst für die Anhänger dieser Koalition. Alle damals amtierenden Politiker glaubten an jenem tragischen Tag: „Das Volk wird uns abwählen“, wie einer offen sagte. Alle, außer einem: Premierminister Netanjahu, der noch am selben Tag seinen Wahlkampf startete. Für ihn hat das bislang funktioniert, für Israel allerdings nicht so sehr.














