Berlin ist und bleibt die deutsche Kaffeehauptstadt. In keiner anderen Stadt gibt es so viele Cafés wie an der Spree: Zuletzt wurden im April dieses Jahres über 2200 gezählt –rund Dreiviertel davon übrigens inhabergeführt, nur ein Teil gehört größeren Ketten an. Wer auf der Suche nach gutem Kaffee ist, wird in Berlin also allemal fündig. Doch nicht nur das: Auch ausgesprochen schlechte braune Brühe – etwa aus selten gereinigten Siebträgermaschinen oder Vollautomaten älterer Jahrgänge – wird an so mancher Röststätte serviert. Ein Stimmungskiller für echte Kaffee-Connaisseurs.

Warum schmeckt Harry Styles dieser Kaffee?

Einer dieser Connaisseurs ist Michael Fabiano. Für ihn ist Kaffee nicht nur ein Wachmacher, sondern auch kulinarische Leidenschaft. Der 42-jährige US-Amerikaner gehört zu den gefragtesten Opernsängern der Welt und tritt als Verdi- und Puccini-Tenor etwa an der New Yorker Metropolitan Oper, der Mailänder Scala oder dem Londoner Royal Opera House auf. Zuletzt war er auch in Berlin zu Gast. Jedoch nicht für einen Auftritt in der Staatsoper – zumindest lässt sich sein Name in keinem offiziellen Programm finden. Bei seinem Besuch testete Fabiano einige der bekanntesten Cafés der Stadt – von Prenzlauer Berg über Charlottenburg bis Schöneberg und Mitte. Dabei fand er nach eigener Aussage auch den schlechtesten Kaffee überhaupt.