Der Service in Berliner Cafés und Restaurants gibt immer wieder Anlass zu Spott und Schelte. In Mitte ist es der distanzierte, coole Kellner, der im trendy Brunchspot nur Englisch spricht, anderswo in der Stadt kommt noch die schnippische Berliner Schnauze zum Einsatz.Gefundenes Fressen für Comedians, die das Thema gern aufgreifen, um die Berliner Bedienungen zu persiflieren. Bis ins Ausland reicht die Strahlkraft hiesiger Servicekräfte. Unvergessen, wie der kanadische Comedy-Star Laura Ramoso vor zwei Jahren auf Social Media die Café-Atmosphäre in angesagten Innenstadtbezirken parodierte. Ihr Charakter „dein Berliner Kellner, der sich nicht im Geringsten um dich kümmert“ ging viral und erreichte Millionen Aufrufe bei TikTok und Co.

Lohnenswert sind nicht nur die Beiträge selbst, sondern auch der Blick in die Kommentarspalten. So auch jetzt wieder, wo sich der Stand-up-Comedian Maximilian Lorenz des Themas annimmt. Lorenz ist in München geboren und aufgewachsen, hat viel im Ausland gelebt und wohnt seit einigen Jahren in Berlin – mit wachem Auge auf die Klischees der Hauptstadt von Ringbahn bis Elternabend.

Kein Hallo, kein Lächeln

Auch das Restaurant um die Ecke ist Thema, wie jetzt, wo Lorenz in einem Video mit durchaus unironischer Ernsthaftigkeit konstatiert: „Kellner:innen in Berlin geben mir das Gefühl, ich belästige sie in ihrer Freizeit. Kein Hallo, kein Lächeln, ich hab das Gefühl, ich arbeite hier gerade für dich.“