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Eigentlich hatte er »gar keinen Bock«, zum Jugendkongress an die TU Berlin zu kommen, er sei schon über 40, sagt ein Mann mit Haartolle. Aber nach der ganzen Berichterstattung, da habe er gedacht: »Jetzt erst recht.« Und die »Baby-Antifa« zu sehen, sei auch ganz schön. Im voll besetzten Hörsaal 101 der Fakultät für Elektrotechnik tritt eine junge Frau vor die Tafel, »jetzt sitzen wir hier«, ruft sie, »mega geil«.
Der Kongress des Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverbands (SDS), er steht der Partei Die Linke nahe, ging schon durch die Medien, bevor er überhaupt begonnen hatte. »TU streicht Vorträge gegen die AfD«, titelte die taz, und die FAZ resümierte: »AfD-Kritik erlaubt, Wahlkampf verboten«. Unter dem Motto »Take back the future«, »Holt euch die Zukunft zurück«, wollten sich junge Linke vergangenes Wochenende an der TU Berlin treffen, um »Orte der linken Gegenmacht zu schaffen«. In Baden-Württemberg und Bayern wird der SDS als linksextremistische Bestrebung von den Verfassungsschutzbehörden beobachtet, auf Bundesebene nicht.












